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    <title>Mormonen</title>
    <link>http://mormonen.viennablog.at/</link>
    <description>Auf diesem Blog veröffentliche ich Artikel aus alten Kirchenzeitschriften, die sich mit kontroversen Themen befassen.</description>
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    <copyright>©Mormonen</copyright>
    <category>Weblog</category>
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      <title>Mormonen</title>
      <link>http://mormonen.viennablog.at/</link>
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 <title><![CDATA[2009 FAIR Konferenz]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2009/03/04/fair-k</link>
<description><![CDATA[Die Foundation for Apologetic Information & Research (FAIR)<br />
<br />
Erste Konferenz für mormonische Apologetik<br />
28. März 2009<br />
Saalbau Gallus<br />
Frankfurt am Main, Deutschland<br />
Zur Anmeldung<br /><br /><br />etzt ist es klar, wie die erste deutschsprachige FAIR-Konferenz ablaufen wird. Schon jetzt, im Vorfeld zeigt sich, dass die Konferenz mit allen damit verbundenen Bemühungen vieler zu einer bedeutenden Steigerung der Bekanntheit unserer Organisation zur Verteidigung unserer Religion geführt hat, was sich auch an rasant gestiegenen Zahlen der Newsletter-Empfänger, zeigt, die ich bei dieser Gelegenheit herzlich begüße.<br />
<br />
Damit die Konferenz ein Erfolg wird, muss sie in den kommenden Tagen so weit wie möglich bekannt werden. Mittlerweile sollten in allen deutschsprachigen Gemeinden Plakate hängen und Flyer vorhanden sein, die erläutern, wie man sich anmeldet und wie die Konferenz geplant ist. Der Flyer ist auch an diese Aussendung angehängt.<br />
<br />
Wir bitten Sie, diese Nachricht zusammen mit dem Flyer an Ihre Freunde und Bekannten weiterzuleiten, dass auch jene, die die Ankündigung in den Gemeindehäusern nicht gesehen haben, sich dafür entscheiden können, an dieser hoch interessanten Konferenz teilzunehmen. Übrigens sind die Vorträge auch für Leute interessant, die keine Mitglieder der Kirche sind, sofern sie an mormonismusbezogenen Themen Gefallen haben.<br />
<br />
Sie selbst sollten sich besser heute als morgen dafür entscheiden, bei der Konferenz dabei zu sein. Melden Sie sich doch gleich an unter <br />
<a href="http://clicks.aweber.com/y/ct/?l=AKCkq&m=1cbS32ah50MyBr&b=FtcP4SW6EDcE2UmdbI90aA">FAIR-Konferenz</a>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2009/03/04/fair-k#Comments</comments>
 <pubDate>Wed, 04 Mar 2009 13:48:04 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Großes Interesse an Michael Ashs „Diagnose Glaubensschwäche“]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/09/15/grosses-interesse-an-michael-ashs-diagnose-glaubensschwaeche</link>
<description><![CDATA[Gerade für den Personenkreis, der Mitgliedern helfen soll, die durch antimormonische Behauptungen oder durch eigene überzogenen Erwartungen in Gefahr ist, den Glauben zu verlieren, ist das Buch eine wertvolle Quelle zu helfen<br /><br /><br /><img src="http://media.viennablog.at/28498/20080924-FAIR.jpg" width="250" alt="Diagnose Glaubensschwäche" />Seit Ende August  steht unter dem Titel „Diagnose Glaubensschwäche - Wie man das Zeugnis gegenüber Kritik und Zweifeln stärkt“  das Werk mit dem Originaltitel „Shaken Faith Syndrome – Strengthening One's Testimony in the Face of Criticism and Doubt“ von Michael R. Ash auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Viele, die davon erfahren haben, haben sich bereits begeistert geäußert. Eine ganze Anzahl hat bereits ihr persönliches Exemplar bestellt.<br />Ash hat das Buch im Rahmen von FAIR veröffentlicht und es stellt auch einen Querschnitt durch die Arbeit von FAIR dar. Im ersten Teil geht Ash auf allgemeine Grundsätze ein, die oftmals einer Enttäuschung über die Kirche, die zum Abfall führt zugrunde liegen. Er erklärt in diesem ersten Teil wissenschaftliche und psychologische Grundsätze, die menschlicher Handlungsweise zugrunde liegen und vor allem auch erkenntnistheoretische Lehren, die erklären warum und in welcher Weise menschliche Erkenntnis immer unvollkommen ist. Im zweiten Teil geht er auf einzelne Themen ein, die häufig in antimormonischer Propaganda verwendet werden, um Mitglieder und Untersucher davon zu überzeugen, das die Kirche unecht wäre. In diesem Teil fasst Ash zahlreiche Untersuchungen und Erkenntnisse zusammen, die in zahlreichen Veröffentlichungen von FARMS, von FAIR und von anderen ausführlich dargelegt sind.<br />Dadurch, dass Ash für viele Dinge den Blickwinkel zurecht rückt und zusätzliche Informationen bietet, verlieren viele kritische Aussagen ihren beunruhigenden Charakter und ihr Potential, Glauben zu schwächen.<br />Gerade für den Personenkreis, der Mitgliedern helfen soll, die durch antimormonische Behauptungen oder durch eigene überzogenen Erwartungen in Gefahr ist, den Glauben zu verlieren, ist das Buch eine wertvolle Quelle zu helfen  Das Werk, das auch in deutscher Sprache unter dem Logo von FAIR erschienen ist, kann ab sofort über die bekannten Internetbuchhandlungen oder über den örtlichen Buchhandel bezogen werden.<br />Bis zum 30. September geht eine Subskriptionsaktion. Wer bis zu diesem Datum das Buch in beliebig vielen Exemplaren bestellt, erhält es versandkostenfrei (innerhalb Europas) zum ermäßigten Preis von 21,00 Euro im Laufe des Oktober zugestellt. Dazu ist nur eine Mitteilung per e-mail auf newsletter@fairlds nötig mit folgendem Inhalt:<br />Anzahl Exemplare, Lieferanschrift, e-Mail Adresse (für die Rechnung)<br /><br />Michael R. Ash<br />
Diagnose: Glaubensschwäche<br />284 Seiten, Paperback, 24,50 €<br />
ISBN 978-3-8730-6436-0<br /><b>Bitte behalten Sie diese Information nicht für sich, sondern machen Sie alle in Ihrem Umfeld, die sich für das Werk interessieren könnten, darauf aufmerksam. Und denken Sie daran: Das günstige Angebot endet unwiderruflich am 30. September. Vielleicht ist das Werk ja auch eine gute Gelegenheit, Ihrem Priestertumsführer eine kleine Freude zu machen.</b>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/09/15/grosses-interesse-an-michael-ashs-diagnose-glaubensschwaeche#Comments</comments>
 <pubDate>Mon, 15 Sep 2008 18:45:41 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[ Der große Abfall vom Glauben aus der Sicht des Eusebius]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/06/01/der-grosse-abfall-vom-glauben-aus-der-sicht-des-eusebius</link>
<description><![CDATA[Eusebius schildert den Verfall der ursprünglichen Lehre Christi, wie sich nach und nach Irrlehren einschleichen, z. B. die Irrlehre der Trinität und die der Ehelosigkeit<br /><br /><br /><font size="3">Wenn wir von unsrer heutigen Warte aus 17 Jahrhunderte zurückblicken, sind wir erstaunt über die Vielzahl von Hinweisen auf Glaubensabfall und Häresie innerhalb der Kirche, die Eusebius uns liefert<br />
<br />
Die ersten nachchristlichen Jahrhunderte zählen zu den faszinierendsten Abschnitten der Geschichte. Ihre Bedeutung für uns Heilige der Letzten Tage wird wohl nur noch von unsrer Unkenntnis darüber übertroffen. Doch es gab Historiker, die in jenen Jahrhunderten das tragische Schicksal der Kirche, die der Herr während seines Erdenlebens gegründet hatte, klar und deutlich aufzeichneten. Eusebius, ein frühchristlicher Historiker, hat die Anfänge des großen Glaubensabfalls, der schließlich die Wiederherstellung des Evangeliums notwendig machte, selbst miterlebt und aufgezeichnet.<br />
<br />
<b>Kurzbiographie des Eusebius</b><br />
Er wurde um 260 n. Chr. in Cäsarea, einer mediterranen Hafenstadt südwestlich des Sees Genezareth, geboren. Schon in jungen Jahren zeichnete er sich durch hohe Gelehrsamkeit aus. In den Jahren 309 und 311 wurde er wegen seiner religiösen Ansichten eingekerkert; und im Jahr 314 ernannte man ihn zum Bischof von Cäsarea. In diesem Amt hatte er Zugang zu einer großen Bibliothek, die Pamphilus(1)' gegründet hatte, außerdem noch zur Bibliothek in Jerusalem. Er war ein gründlicher und genauer Historiker, und es ist um so bemerkenswerter, daß er dennoch nicht weniger als 46 Werke verfaßte. Er starb im Jahr 339 oder 340, zwei oder drei Jahre nach dem Tod Kaiser Konstantins(Konstantin (280-337 n. Chr.), den er getauft hatte und sehr verehrte. Zu seinen Hauptwerken zählt die zehn Bände umfassende Kirchengeschichte, die er wohl kurz vor 326 geschrieben hat und worin er von den Ereignissen in der Kirche seit dem Tod der Apostel bis zum endgültigen Sieg Konstantins berichtet.<br />
<br />
<b>Eusebius berichtet von den Irrlehren, die sich nach und nach einschleichen</b><br />
  <b>Die Irrlehre der Trinität</b><br />
Ein Unterscheidungsmerkmal des Mormonismus besteht unter anderm in der Auffassung von der Beziehung zwischen Christus, Gott Vater und der Erde. So wissen wir beispielsweise, daß Jehova, der Gott Israels, der Gott des Alten Testaments, Jesus Christus ist. Eusebius wußte dies ebenfalls; doch seitdem ist dieses Wissen in der allgemeinen Verwirrung über das Wesen der Dreieinigkeit verlorengegangen. Er schreibt:<br />
<br />
    „Die Schaffung untergeordneter Wesen hat der Lenker und Planer des Universums Christus selbst ..., seinem Erstgeborenen, übertragen, und er hat mit ihm die Schöpfung des Menschen besprochen: ,[Denn] Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei (1. Mose 1:26.).' <br />
    Diese Worte werden von einem Propheten bestätigt, der ihn in seinen Liedern folgendermaßen verherrlicht: ,Er sprach, da wurden sie gezeugt; er gebot, da wurden sie geschaffen.' <br />
    So wird der Vater und Schöpfer gleichsam als oberster Herrscher dargestellt, der durch souveränen Machtspruch gebietet, während das göttliche Wort, das ihm zunächst steht — nämlich der Eine, den wir verkünden —, die Befehle des Vaters ausführt (2).” <br />
<br />
Eusebius erörtert sehr ausführlich, daß Christus den Menschen aus alter Zeit persönlich bekannt gewesen ist<br />
<br />
    „Es ist jedoch klar ersichtlich, daß sie Christus selbst gekannt haben; denn er ist Abraham erschienen und hat Isaak unterwiesen; er hat zu Israel gesprochen und mit Mose und den späteren Propheten verkehrt, wie ich bereits gezeigt habe... Offensichtlich ist die Religion, die in den letzten Jahren durch die Lehre Christi allen Nationen verkündigt wird, keine andere als die erste, älteste und ursprünglichste aller Religionen, die Abraham offenbart wurde . . . [an den] eine Prophezeiung ging ... von Gott — ja von Christus, dem Wort Gottes — der sich ihm zeigte(3)." <br />
<br />
Diese Auffassung von Christus und von dem ewigen Bestehen des Evangeliums ist uns Heiligen der Letzten Tage ganz vertraut und einleuchtend. Ein Übersetzer der Werke des Eusebius, ein Anglikaner, faßt jedoch die derzeitige Unwissenheit der Welt in dem Eingeständnis zusammen:<br />
<br />
    „Die Auffassung des Eusebius, daß die alttestamentlichen Erscheinungen der Gottheit Erscheinungen Christi (in menschlicher Gestalt, obgleich noch nicht als Mensch geboren) waren, scheint uns undenkbar. Und doch: Haben wir etwa schon das Problem gelöst, die Berichte über Begegnungen zwischen Menschen und der Gottheit mit der Versicherung des Johannes in Einklang zu bringen, daß kein Mensch Gott jemals gesehen habe(4)?” <br />
<br />
<b>Der Glaubensabfall beginnt</b><br />
Eusebius schreibt in einem Passus, der deutlich sein Verständnis vom Wesen Christi und dem Glaubensabfall erkennen läßt, der sich in die Kirche einzuschleichen begann und schließlich im Verlust dieser kostbaren Erkenntnis gipfelte:<br />
<br />
    „Beryllus... , Bischof von Bostra in Arabien, verkehrte die wahre Lehre der Kirche und versuchte, Gedanken einzuführen, die dem Glauben fremd waren. So behauptete er, daß unser Herr und Heiland in seiner Gestalt nicht existierte, ehe er unter den Menschen weilte, und daß er nicht selbst göttlich war, sondern nur die Göttlichkeit des Vaters in ihm wohnte(5).” <br />
<br />
Ein Amt im Priestertum, das von beinah ebenso vielen Mormonen wie Andersgläubigen mißverstanden wird, ist die Berufung des Siebzigers. Ob Eusebius diese Berufung richtig verstanden hat, läßt sich nicht eindeutig feststellen. Jedoch werden die Siebziger als Gesamtheit oder auch einzeln gelegentlich von ihm erwähnt:<br />
<br />
    „Es gibt Beweise dafür, daß sowohl Matthias — der Judas' Platz im Kreis der Apostel übernahm — wie auch der andere, den man gleich ihm zur Wahl stellte, indem man das Los über sie warf, Siebziger waren. Auch Thaddäus soll dar zugehört haben ... Außer den Siebzigern gab es noch andere Jünger des Heilands(6).” <br />
<br />
Eusebius zitiert eine fesselnde kleine Geschichte über die Missionsarbeit und die Heilungen, die „Thaddäus, einer der Siebziger,” nach der Kreuzigung des Heilands vollbracht hat. Er gibt darin zu verstehen, daß die Berufung des Siebzigers ein fester Bestandteil der Urkirche gewesen ist und daß die Pflichten dieses Amtes nicht mit der ersten Mission endeten, zu welcher der Herr die Siebziger ausgesandt hat (Siehe Lukas 10:1-12).<br />
<br />
In einem Passus über die Siebziger zitiert er Clemens von Alexandria (Clemens von Alexandria, griechischer christlicher Theologe und Erzieher, um 150—215 n. Chr.) wie folgt:<br />
<br />
    „Jakobus, der Gerechte, Johannes und Petrus wurden vom Herrn nach seiner Auferstehung mit der höheren Erkenntnis ausgestattet. Sie gaben diese an die anderen Apostel weiter und diese wiederum an die Siebziger, zu denen Barnabas gehörte(7).” <br />
<br />
<b>Die Einführung der Ehelosigkeit</b><br />
Wenn wir von unsrer heutigen Warte aus 17 Jahrhunderte zurückblicken, sind wir erstaunt über die Vielzahl von Hinweisen auf Glaubensabfall und Häresie innerhalb der Kirche, die Eusebius uns liefert. Zu den besonders verderblichen Irrlehren zählte die Lehre von der Ehelosigkeit:<br />
<br />
    „Clemens [von Alexandria]... zählt diejenigen Apostel auf, die verheiratet waren. Er tut dies im Hinblick auf diejenigen, welche die Ehe verdammen. Und er sagt: ,Wollen sie auch die Apostel verdammen? Denn Petrus und Philippus hatten Kinder, und Philippus gab seine Töchter Männern zur Frau. Selbst Paulus zögert nicht, in einem seiner Briefe seine Frau anzusprechen. Er nahm sie nur deshalb nicht auf seinen Reisen mit, weil dies seine Mission erleichterte(8) <br />
<br />
Eusebius zitiert Clemens ein zweites Mal:<br />
<br />
    „Es heißt, daß der heilige Petrus, als er sah, wie sein Weib in den Tod hinüberglitt, sich darüber freute, daß sie ja nur heimgerufen wurde. Er sprach zu ihr in überaus ermutigenden und trostreichen Worten, nannte sie beim Namen und sagte: ,Meine Liebe, denk an den Herrn.' So war die Ehe der Gesegneten und ihre große Zuneigung zu ihren Lieben(9)." <br />
<br />
Er zitiert auch den Bischof von Lyon, Irenäus (130—200 n. Chr.):<br />
<br />
    „Die Enkratiten predigten gegen die Ehe, verwarfen den Plan Gottes und verdammten somit im stillen den Schöpfer, der Mann und Frau geschaffen hat, damit sie Nachkommen zeugen... Sie leugneten auch die Erlösung der ersten Menschen. Diese Gotteslästerung wurde erstmals von einem gewissen Tatian verkündet und von ihnen angenommen. Dieser Tatian war ein Schüler des Justinus(10) gewesen und hatte niemals etwas Derartiges geäußert, solange sein Lehrer lebte. Nach dem Märtyrertod des Justinus fiel er jedoch von der Kirche ab. Er begeisterte sich für den Gedanken, ein Lehrer zu werden. Er wurde hochmütig und hielt sich für besser als die andern. Er ersann eigene Lehren, schwatzte von unsichtbaren Äonen... und brandmarkte die Ehe als Verderbnis und Hurerei(11).” <br />
<br />
Dieser Passus ist höchst interessant. Er zeigt nicht nur, daß die ersten Kirchenführer die Lehre von der Ehelosigkeit aufs schärfste zurückwiesen, sondern auch, daß unter den Mitgliedern der Kirche Abweichungen von der Wahrheit aufzutreten begannen. Eusebius verfolgt den allmählichen Glaubensabfall in der Kirche vom ersten Augenblick an. Über das erste Jahrhundert schreibt er:<br />
<br />
    „[Hegesippus (100—180 n. Chr.)] beschreibt die Zeit [wo der letzte Zeitgenosse des Heilands starb] ... und fügte hinzu, daß die Kirche bis dahin eine reine, unberührte Jungfrau blieb. Jene, die darauf bedacht waren, die heilsame Lehre des Heilands zu entstellen, lauerten noch im tiefen Dunkel, wenn es sie überhaupt gab. Doch nachdem alle aus der heiligen Schar der Apostel auf die eine oder andere Weise ihr Leben gelassen hatten und die Generation nicht mehr vorhanden war, die noch die Weisheit Gottes in Person hören durfte, faßte gottloser Irrtum Wurzeln durch arglistige Fürsprecher der Lüge. Nun, da keiner der Apostel mehr lebte, versuchten sie in aller Öffentlichkeit die Botschaft der Wahrheit mit Scheinwahrheiten zu bekämpfen(12).” <br />
    „Doch mit der größeren Freiheit kam auch eine Veränderung über uns. Wir gaben uns dem Stolz und der Trägheit hin. Wir ergaben uns dem Neid und Betrug. Wir bekämpften uns wo und wann immer sich eine Gelegenheit bot, und scharfe Worte waren unsre Waffen. Ein Führer kämpfte gegen den andern, und die Laien spalteten sich in verschiedene Parteien. Unaussprechliche Heuchelei und Verstellung ergingen sich bis an die äußersten Grenzen des Bösen(13).” <br />
<br />
<b>Konstantin</b><br />
Als dann unter Konstantin die Christen nichts mehr zu fürchten hatten und es sogar von Vorteil war, ein Christ zu sein, findet man Außenseiter, die sich aus reinem Ehrgeiz in die Kirche einschleichen:<br />
<br />
    „Auch gab es die unaussprechliche Heuchelei von Männern, die sich in die Kirche einschlichen und sich Christen nannten und sich den Anschein von Christen gaben. Infolge seiner Güte und Gutmütigkeit und weil sein Glaube echt und sein Charakter aufrichtig war, schenkte [Konstantin] denen sein Vertrauen, die sagten, sie seien Christen, und ihm höchste Zuneigung vortäuschten(14).” <br />
<br />
Als später die Verfolgung von außen nachließ, erhoben sich in der Kirche Zwistigkeiten Die Schriften des Eusebius zeichnen ein lebendiges Bild vom Zustand der Kirche nach dem Tode der Apostel. Sie wurden zu einer Zeit geschrieben, wo man die Lehre schon zu verfälschen begann, wo das wahre Priestertum bereits verlorengegangen war. Der tragische Tod so vieler inspirierter Führer, der erschreckende Einfluß des Heiden Konstantin und die Geschichte von den verschiedenen Stufen des Abfalls, all dies ist in der Kirchengeschichte des Eusebius festgehalten.<br />
<b><br />
Fazit</b><br />
Zusammenfassend möchte ich sagen: Ich bin davon überzeugt, daß die Kirche Christi nach und nach verlorengegangen ist und daß die heutigen Kirchen nicht die Lehre des Heilands verkünden. Die Schriften des Eusebius sind nur ein weiterer Beweis für die Wahrheit dieser Behauptung.</font><br />
<br />
<b>Quellenangaben</b><br />
1) Pamphilus, Priester in Cäsarea, erlitt am 16. Februar 309 den Märtyrertod. 2) G. A. Williamson (Übersetzer): Eusebius, The History of the Church from Christ to Constantine, S. 34, 35. 3) Ibd. S. 47, 48. 4) Ibd. S. 48. 5) Ibd. S. 270. 6) Ibd. S. 64, 65; 7) Clemens, Schriften, Buch VIII, zitiert von Williamson, S. 72. 8) Clemens, Schriften, Buch III, zitiert von Colm Luibheid (Übersetzer) in The Essential Eusebius, S. 115. 9) Clemens, Schriften, Buch VII, zitiert von Williamson, S. 140. 10) Justinus (100-165 n. Chr.), christlicher Märtyrer. 11) Irenäus, Gegen die Häresie, Buch 1, zitiert von Luibheid, S. 135&#64979; 146. 12) Luibheid, S. 117. 13) Ibd. S. 138. 14) Ibd. S. 208.<br />
<i><br />
Von Hyde M Merrill,  August 1973 </i>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/06/01/der-grosse-abfall-vom-glauben-aus-der-sicht-des-eusebius#Comments</comments>
 <pubDate>Sun, 01 Jun 2008 18:25:32 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Erlösung und Erhöhung]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/06/01/erloesung-und-erhoehung</link>
<description><![CDATA[Über die Auferstehung, die Erlösung und die ewige Einheit der Familie<br /><br /><br /><font size="3">Kürzlich hörte ich einen Geistlichen im Radio sprechen, der seinen Zuhörern sagte: „Bekennen Sie sich zu Christus, und Sie werden erlöst werden. Lassen Sie Christus in Ihr Herz ein, und er wird Sie erlösen.”<br />
Dann führte er Epheser 2:8 als beweisführendes Argument an: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.”<br />
Und zum Abschluß gab dann der Geistliche folgenden Rat: „Ist dies zu viel, von Ihnen zu verlangen? Tausende und aber Tausende von Menschen haben immerwährenden Frieden und dauerndes Glück gefunden, weil sie Christus als Erlöser anerkannt haben. Schließen Sie sich uns im christlichen Glauben an, und Sie werden erlöst werden.”<br />
Ich wundere mich, daß so viele Menschen durch solche Lehren in falsche Sicherheit gewiegt werden.<br />
Als ich Missionar war und an die Tür vieler Menschen klopfte, machte ich die traurige Erfahrung, daß buchstäblich Hunderte mir erklärten, sie seien nicht daran interessiert, mehr über Jesus Christus zu erfahren, denn sie seien bereits erlöst. Schockierend daran war, daß sie .recht hatten.<br />
Was jener Geistliche gesagt hatte, war wahr; aber die Schwierigkeit lag darin, daß es nicht die volle Wahrheit war.<br />
Ich bin persönlich an diesem Problem interessiert, weil ich weiß, wieviel Unheil eine derartige Teilwahrheit anrichten kann. Beschränkte Kenntnis ist gefährlich. Was wir brauchen, ist mehr Wahrheit, und zwar uneingeschränkte Wahrheit, bis wir schließlich alles wissen.<br />
Was meinen die Leute, wenn sie von „Erlöstsein” sprechen?<br />
Gewöhnlich bedeutet es, vom Tod errettet zu sein. Diese Art allgemeine Erlösung wird allen Menschen zuteil, und zwar allein durch die Gnade Gottes. Diese allgemeine Erlösung kommt auf jeden Fall zustande, ob man den Evangeliumsprinzipien und den Gesetzen gehorsam ist oder nicht, und sie bewirkt einzig die Auferstehung vom Tode. In dieser Hinsicht ist Erlösung identisch mit Unsterblichkeit, in der der auferstandene Mensch immer verbleibt. Die Auferstehung wird durch das Sühnopfer, das Jesus Christus gebracht hat, jedem Menschen zuteil, der in die Welt geboren worden ist, ob er nun Christus bekennt oder nicht. Ob nun ein Mensch böse oder rechtschaffen ist: jeder empfängt durch Jesus Christus das Geschenk der Unsterblichkeit.<br />
So erklärt Paulus den Korinthern:<br />
„Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.<br />
Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.<br />
Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden(Korinther 15:20-22).”<br />
Alle Menschen kommen also in den Genuß der allgemeinen Erlösung, ausgenommen sind nur die Söhne des Verderbens. Nach ihrer Auferstehung werden diese „wieder an ihren Ort zurückkehren, um sich dessen zu erfreuen, das sie willens sind zu empfangen, weil sie nicht willig waren, sich dessen zu erfreuen, das sie hätten empfangen können <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/88/32#32">(LuB 88:32.)”.</a><br />
<br />
Die Söhne des Verderbens — es werden wahrscheinlich nur wenige sein — werden zwar auferstehen, aber sie werden nicht von der Macht des Satans befreit werden, weil sie noch immer unrein sind. Über sie hat der Prophet Alma gesagt: „ Dann, sage ich euch, werden sie sein, als wäre keine Erlösung bewirkt worden; denn nach Gottes Gerechtigkeit können sie nicht erlöst werden; sie können aber auch nicht sterben, denn es wird keine Verwesung mehr geben <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/12/18#18">(Alma 12:18)."</a><br />
Meiner Meinung nach muß es die wahre Hölle sein, einen Körper zu haben und nichts damit anfangen zu können. Alle anderen Menschen werden durch die Gnade Gottes von Tod, Teufel, Hölle und endloser Pein erlöst.<br />
Der wahre Wert des Sühnopfers des Herrn Jesus ist aber viel größer als die allgemeine Erlösung, die ja allen Menschen zuteil wird. Es gibt noch eine weitere Erlösung, die Gott für seine Kinder geplant hat. Diese Erlösung ist eine persönliche Erlösung, die nicht nur von der Gnade Gottes, sondern ebenso davon abhängig ist, ob der Mensch dem Gesetz des Evangeliums gehorsam ist. Einer der Propheten des Buches Mormon erklärt, warum er und seine Gefährten so interessiert daran gewesen sind, mehr von Jesus Christus zu verkündigen. Im folgenden schreibt er:<br />
„Denn wir schreiben fleißig, um unsre Kinder und auch unsre Brüder zu überzeugen, an Christus zu glauben und mit Gott versöhnt zu werden; denn wir wissen, daß wir aus Gnade selig werden nach allem, was wir tun können <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/25/23#23">(2. Nephi 25:23.).”</a><br />
Die vollständige Aussöhnung mit Gott ist für mich außerordentlich wichtig. Es ist das Wissen darum, daß das Sühnopfer eine persönliche Aussöhnung mit Gott herbeizuführen vermag, das mich als einem seiner Söhne des Bundes in seine Gegenwart zurückbringen kann. Diese Art der bedingten Erlösung nenne ich Erhöhung.<br />
Erhöhung ist ein Geschenk Gottes, das ich empfangen kann, wenn ich Gottes Gesetz gehorsam bin. Was ich aber auch tue, ich kann dies nicht allein durch meine eigene Kraft bewerkstelligen. Nur durch dje Gnade Gottes ist mir dieser Weg geöffnet worden; aber nur durch Befolgen der Gebote Gottes kann ich als Sohn seiner Familie mein Erbteil im celestialen Reich des Vaters im Himmel erlangen. Ich kann nicht in meinen Sünden erhöht werden, sondern ich muß daran arbeiten, bis ich sie überwinde.<br />
Der Prophet Amulek erklärt dies sehr deutlich, als er von Gott sagt:<br />
„Und ich sage dir noch einmal, er kann [sein Volk] nicht in seinen Sünden selig machen. Ich kann sein Wort nicht verleugnen, und er hat gesagt, daß nichts Unreines das Himmelreich ererben kann. Wie könnt ihr aber selig werden, wenn ihr das Himmelreich nicht ererbt? Daher könnt ihr nicht in euren Sünden selig werden <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/11/37#37">(Alma 11:37).”</a><br />
Und dann hat Amulek über den Grund für das Kommen Christi gesprochen:<br />
„Er wird in die Welt kommen, um sein Volk zu erlösen und die Sünden derer auf sich zu nehmen, die an seinen Namen glauben; und sie sind es, die ewiges Leben haben werden, und keinem anderen wird Seligkeit zuteil.<br />
Daher bleiben die Bösen, als ob keine Erlösung zustande gebracht worden wäre, und sie werden nur von den Banden des Todes befreit; denn siehe, der Tag kommt, an dem alle von den Toten auferstehen und vor Gott stehen müssen, um nach ihren Werken gerichtet zu werden <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/11/40-41#40">(Alma 11:40, 41).”</a><br />
Die Werke, die dem wahren Glauben folgen, schließen Buße, Taufe, das Empfangen des Heiligen Geistes und. Beständige Rechtschaffenheit bis ans Ende unseres Lebens ein.<br />
Ich habe einen Vetter, Rodney Moyle, der in der Nähe von Boise in Idaho lebt. Wenn er nach Salt Lake City kommt, kommt er gewöhnlich für einen Sprung zu mir ins Büro, um mich zu begrüßen. Ich freue mich, wenn er mich besucht, denn er läßt mich dann immer, wenn er wieder geht, mit einigen ausgezeichneten Gedanken und Anregungen zurück. Bei seinem letzten Besuch hat er mich gefragt: „Angenommen, du hättest einen Herzenswunsch, und du könntest das, was du dir wünschst, mitnehmen, wenn du diese Welt verläßt, was würdest du mitnehmen?”<br />
Für mich war die Antwort ganz klar: „Meine Familie und diejenigen, die ich liebhabe!” Ich kann sie, wenn ich die Gebote und Gesetze Gottes befolge, mitnehmen; denn nur durch Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Evangeliums ist der höhere Grad der Erlösung für mich erreichbar, der nicht nur mich, sondern auch meine Familie einschließt.<br />
Diese Möglichkeit einer ewigen Vereinigung der Familie ist es, was mit Erhöhung und ewigem Leben gemeint ist. Der Fortbestand meiner Familienbande kann mein Erbe im Reich Gottes sein, wenn ich bereit bin, den Preis dafür zu bezahlen. Selbst diejenigen im celestialen Reich, die nicht den vollständigen Preis des Gehorsams gezahlt haben, um eine solche zusätzliche Erhöhung zu erlangen, werden nur Unsterblichkeit haben und kein ewiges Leben innerhalb der Familienorganisation Gottes.<br />
Deshalb: vollständige Erlösung in ihrer vollen und wahren Bedeutung ist gleichbedeutend mit Erhöhung und ewigem Leben. Dieses Erbteil innerhalb der tatsächlichen Familie Gottes, des ewigen Vaters, das uns durch Jesus Christus ermöglicht wurde, ist der Hauptgedanke der heiligen Schrift und soll das Ziel jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes auf Erden sein. Die vollständige Erlösung läßt sich nur dadurch erlangen, daß die Familieneinheit in Ewigkeit bewahrt bleibt.<br />
Als der Engel Moroni Joseph Smith besuchte, um ihm die ersten Unterweisungen über die Wiederherstellung des Evangeliums in dieser Zeit zu erteilen, zitierte er den Propheten Maleachi, wobei der Wortlaut etwas von dem in der Bibel abwich:<br />
„Denn siehe, der Tag kommt, der brennen wird wie ein Ofen, und alle Stolzen, ja alle, die Böses tun, werden brennen wie Stoppeln, denn die, welche kommen, werden sie verbrennen, sagt der Herr der Heerscharen, daß es ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen wird.”<br />
Des besseren Verständnisses halber setzen wir für Wurzel „Vorfahre " und für Zweig „Kind” oder „Nachkomme” ein. Es sei denn, man qualifiziert sich durch Befolgen der Gesetze und Gebote Gottes dafür, daß man in den Tempel gehen und seine Familie an sich siegeln lassen kann, sonst wird man für immer allein und unverheiratet leben. Mir scheint, das muß ein sehr einsamer Zustand sein—ohne die wohltuende Atmosphäre des Familienlebens zu leben und ohne jene zu sein, die man liebt und die einen lieben.<br />
Gott hat von jenen, die nicht bereit gewesen sind, den vollen Preis für die Erhöhung, nämlich Befolgen seines ganzen Gesetzes, zu zahlen, gesagt: „Daher werden sie, wenn sie aus der Welt<br />
geschieden sind, weder heiraten noch in die Ehe gegeben, sondern sind bestimmt zu Engeln im Himmel, welche Engel amtende Diener sind, denen zu dienen, die einer weit gröl ern, einer unübertrefflichen und ewigen Herrlichkeit würdig sind.<br />
Denn diese Engel blieben nicht in meinem Gesetz, deshalb können sie keine Vermehrung haben, sondern sie bleiben getrennt und ledig, ohne Erhöhung, in ihrem erlösten Zustand, in alle Ewigkeit, und sind von da an nicht Götter, sondern Engel Gottes für immer und ewig  <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/132/16-17#16">LuB (132:16, 17.)</a><br />
Aus diesem Grund hat der Herr verheißen, daß er durch die Hand des Propheten Elia das Priestertum vor dem Zweiten Kommen des Herrn offenbaren würde, um in unser Herz die Verheißungen zu pflanzen, die unseren Vätern gegeben worden sind, damit sich unser Herz zu unseren Vätern und unseren Kinder kehre. Wenn wir das Ziel der ewigen Erhöhung der Familie nicht erreichen, dann ist — wenn der Herr Jesus wiederkommt — unser Leben auf Erden 'völlig vergeudet gewesen.<br />
Es ist also gut, wenn wir über unsere Familie nachdenken und versuchen, herauszufinden, wie wir unser Erbteil, das der Herr auf uns und die Unsern gesiegelt hat, erlangen können. Lassen Sie mich mit den Worten meines Vetters sagen: „Angenommen, Sie hätten einen Herzenswunsch, und Sie könnten das, was Sie wünschen, mitnehmen, wenn Sie diese Welt verlassen, was würden Sie mitnehmen?”<br />
Möge Gott Sie segnen, daß Sie sich richtig entscheiden; denn ich bezeuge Ihnen, daß Gott existiert und daß die Kraft seines Priestertums auf Erden ist, wodurch Sie als Sohn und Tochter des Bundes durch völligen Gehorsam gegenüber seinem Gesetz Erhöhung in seinem Reiche erlangen können. Das ist mein Zeugnis im Namen Jesu Christi. Amen.</font><br />
<i><font size="2">Theodore M Burton, April 1973</font></i><br />
<br />
siehe auch <a href="http://de.fairmormon.org/Vernachl%C3%A4ssigt_die_Kirche_die_Lehre_von_der_Gnade%3F">Gnade und Werke</a>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/06/01/erloesung-und-erhoehung#Comments</comments>
 <pubDate>Sun, 01 Jun 2008 18:10:41 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Ehrfurcht vor dem Leben]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/23/ehrfurcht-vor-dem-leben</link>
<description><![CDATA[„Leben entspringt dem Leben und ist ein Geschenk des himmlischen Vaters. Es ist so ewig wie er. Er sendet unschuldiges Leben nicht, damit es vernichtet wird.”<br /><br /><br /><b>Ansprache von Elder Russell M. Nelson auf der 155. Frühjahrs-Generalkonferenz 1985</b><br />
<br />
<font size="3">Ich bete darum, daß der Geist des Herrn mir helfen möge, den Sinn und den Willen des Herrn zu einer sehr wichtigen und heiklen Angelegenheit auszudrücken. Ich entschuldige mich für Worte, die mir widerstreben und die für dieses heilige Rednerpult nicht angemessen sind. Ich verwende sie nur, damit deutlich wird, was ich in bezug auf Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben sagen möchte.<br />
<br />
Als Söhne und Töchter Gottes halten wir das Leben als Geschenk von ihm in Ehren. Der Krieg fordert seinen Tribut an Menschenleben, das belegen die Statistiken aus allen Ländern. Allein aus den Vereinigten Staaten wurden im Ersten Weltkrieg hunderttausend Menschen getötet; im Zweiten Weltkrieg starben über vierhunderttausend. In den ersten zweihundert Jahren seit Bestehen der Vereinigten Staaten haben mehr als eine Million Amerikaner aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen ihr Leben verloren.<br />
<br />
So bedauerlich es auch ist, wenn man Angehörige im Krieg verliert, so erscheinen diese Zahlen doch unscheinbar verglichen mit dem Tribut, den ein neuer Krieg erfordert, der jährlich mehr Todesopfer fordert als alle Kriege zusammengenommen, in die unser Land verwickelt war. Dieser Krieg wird gegen diejenigen geführt, die sich nicht selbst verteidigen können, die keine Stimme haben. Es ist ein Krieg gegen die Ungeborenen.<br />
<br />
Dieser Krieg, „Abtreibung” genannt, hat die Ausmaße einer Epedemie angenommen und die ganze Welt überzogen. Allein 1974 wurden weltweit über fünfundfünfzig Millionen Abtreibungen gemeldet. [1] Vierundsechzig Prozent der Weltbevölkerung leben heutzutage in Ländern, in denen die Abtreibung legalisiert ist. [2] In den Vereinigten Staaten werden jährlich über 1,5 Millionen Abtreibungen durchgeführt. [3] Ungefähr 25 bis 30 Prozent aller Schwangerschaften enden in der heutigen Zeit mit einer Abtreibung. [4] In einigen Großstadtgebieten werden mehr Abtreibungen durchgeführt, als Kinder geboren werden. [5] Aus anderen Ländern kommen vergleichbare Statistiken.<br />
<br />
Und trotzdem bekundet die Gesellschaft Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben. Wir weinen um die Toten und beten und ringen um diejenigen, deren Leben in Gefahr ist. Jahrelang habe ich mit anderen Arzten hier und in Übersee zusammengearbeitet und mich bemüht, Leben zu verlängern. Der Kummer, der einen Arzt bewegt, wenn das Leben eines seiner Patienten nicht mehr zu retten ist, ist unbeschreiblich. Kann sich jemand vorstellen, wie uns zumute ist, wenn das Leben gleich zu Beginn seines Wachstums zerstört wird, als wenn es völlig wertlos wäre?<br />
<br />
Was für eine Unbeständigkeit bringt Menschen dazu, einerseits um ihre Toten zu trauern, aber andererseits dem traurigen Krieg, der gegen das Leben zum Zeitpunkt seiner stillen Entwicklung geführt wird, gleichgültig gegenüberzustehen? Was für eine Logik steckt dahinter, wenn man sich anstrengt, das Leben eines schwerkranken zwölf Wochen alten Babys zu retten, andererseits aber ein anderes Leben zwölf Wochen nach der Empfängnis beendet? Offensichtlich wird jemandem in der Todeszelle mehr Beachtung geschenkt als den Millionen, die gar nicht erst die Möglichkeit zum Leben erhalten, weil sie bereits vor ihrer Geburt auf abscheuliche Weise umgebracht werden.<br />
<br />
Der Herr hat immer wieder verkündet: „Du sollst nicht töten!” [6] Und in neuerer Zeit hat er noch hinzugefügt. „und auch sonst nichts Derartiges tun.” <a href="">(LuB 59:6.)</a><br />
<br />
Schon bevor die Fülle des Evangeliums wiederhergestellt wurde, war den Aufgeklärten bewußt, daß das Leben heilig ist. Johannes Calvin, ein Reformator des sechzehnten Jahrhunderts, hat folgendes geschrieben: „Es scheint viel schrecklicher zu sein, wenn man einen Menschen zu Hause umbringt als wenn man ihn draußen auf dem Feld umbringt, denn das Haus ist der sicherste Zufluchtsort. Daher sollte man sicher meinen, daß es höchst abscheulich ist, den Fötus im Mutterleib zu töten, ehe er das Licht der Welt erblickt hat.” [7]<br />
<br />
Wer kann es sich jetzt anmaßen, das zu legalisieren, was Gottes Gesetze seit Anbeginn an untersagen? Was für eine verdrehte Logik hat mythische Grundsätze in verzerrte Schlagwörter umgewandelt, die einem Verfahren zustimmen, das völlig falsch ist? Diese Schlagwörter beginnen mit der berechtigten Sorge um die Gesundheit der Mutter. Gelegentlich können sich Umstände ergeben, die die Fortsetzung der Schwangerschaft für die Mutter lebensbedrohlich werden lassen. Wenn kompetente Ärzte zu der Ansicht gelangen, daß ein Leben beendet werden muß, um das andere zu retten, so sind sich viele einig darüber, daß es besser ist, das Leben der Mutter zu retten. Aber das kommt selten vor, besonders dann nicht, wenn eine moderne medizinische Versorgung gewährleistet ist.<br />
<br />
Weiter gibt es Schwangerschaften, die durch inzestiöse Beziehungen oder Vergewaltigung entstanden sind. Das ist eine besonders tragische Angelegenheit, weil hier der Frau, die unschuldig darin verwickelt ist, die Entscheidungsfreiheit versagt bleibt. Allerdings werden weniger als 3 Prozent aller Abtreibungen aus den genannten Gründen durchgeführt. [8] Die übrigen 97 Prozent werden aus, sagen wir „Bequemlichkeit” abgebrochen. Manche sprechen für eine Abtreibung, weil das Kind behindert sein könnte. Es ist eine Tatsache, daß bestimmte Infektionskrankheiten oder Gifte im ersten Drittel der Schwangerschaft schädlich für den Fötus sind.<br />
<br />
Man kann aus der Erfahrung eines Paares lernen, das ich hier Bruder und Schwester Brown nennen möchte. Schwester Brown war damals erst einundzwanzig Jahre alt, eine schöne Frau und gute Ehefrau. Im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft bekam sie die gefürchteten Röteln. Man riet ihr zur Abtreibung, weil das Baby fast sicher geschädigt sei. Die meisten Angehörigen rieten ihr aus liebevoller Sorge heraus zur Abtreibung und verstärkten den Druck damit nur noch: „Belastet euch doch nicht mit einem behinderten Kind. Ihr seid einfach zu jung und habt nicht genug Geld.” Bruder und Schwester Brown wandten sich an ihren Bischof. Er verwies sie an den Pfahlpräsidenten, der sich ihre ernsten Befürchtungen anhörte und ihnen riet, dem Leben des Babys kein Ende zu setzen, auch wenn es behindert sein könnte. Er zitierte folgende Schriftstelle:<br />
<br />
    „Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade.” (Sprichwörter 3:5f.) <br />
<br />
Sie entschlossen sich, diesen Rat zu befolgen, und ließen ihr Kind auf die Welt kommen – ein wunderhübsches kleines Mädchen, das in jeder Hinsicht normal war, abgesehen von der Taubheit, die sich aber erst später zeigte. Nach einem Test an einer Schule für Gehörlose sagte man Bruder und Schwester Brown, daß ihr Kind den Intelligenzquotienten eines Genies habe. Jetzt, ungefähr zwanzig Jahre später, hat dieses Kind ein Stipendium für eine große Universität.<br />
<br />
Als die Browns vor kurzem gefragt wurden, wie sie heute über die damals schwerwiegende Entscheidung denken, sagte die Mutter spontan:<br />
<br />
    „Sie bringt soviel Freude in mein Leben! Sie ist ein ganz besonderer Mensch. Sie kann zwar nicht hören, aber sie hat diesen Mangel mit größeren Fähigkeiten in anderen Bereichen mehr als wettgemacht. Ihre Augen blicken voller Aufmerksamkeit. Sie ist eine ausgezeichnete Tänzerin, obwohl sie Töne nur als Schwingungen wahrnehmen kann. In der Schule hat sie Amter bekleidet. Aber am wichtigsten ist ihre Offenheit, ihre bedingungslose Liebe. Sie zeigt uns, wie man dient und teilt. Ihre geistige Gesinnung hilft uns, Gott und seine Absichten zu verstehen. Mein Mann und ich sind so dankbar, daß sie eins unserer Kinder ist.” <br />
<br />
Betrachten Sie einen anderen Fall, in dem eine Mutter die Folgen einer Schwangerschaft abwog. Sie war schon über das Alter hinaus, in dem man normalerweise Mutter wird. Sie sagte dem Arzt, ihr Mann sei Alkoholiker und leide an Syphilis. Eins ihrer Kinder war tot geboren worden, ein anderes litt an Tuberkulose. In ihrer Familie war Taubheit erblich. Außerdem lebte sie in äußerster Armut. Heutzutage würden viele in einer solchen Situation, die sich tatsächlich so zugetragen hat, zur Abtreibung raten. Das Kind, das sie später gebar, war der bekannte Komponist Ludwig van Beethoven.<br />
<br />
Aber der hier angesprochene Grundsatz gilt nicht nur für diejenigen, die zu Großen werden. Wenn jemand des Lebens beraubt wird, weil er möglicherweise mit körperlichen Behinderungen geboren wird, so müßten konsequenterweise auch diejenigen, die bereits leben und derartige Behinderungen haben, umgebracht werden. Daraus folgt weiter, daß auch diejenigen, die schwach, unbegabt oder unbequem sind, ebenfalls von den Machthabern umgebracht werden müßten. Solche Mißachtung für das Leben ist einfach undenkbar!<br />
<br />
Ein anderer Streitpunkt ist folgender: Die Frau kann mit ihrem Körper machen, was sie will. Das gilt in bestimmtem Maße für uns alle. Wir haben die Freiheit, zu denken, zu planen und dann zu handeln. Aber wenn wir einmal etwas getan haben, können wir uns der Konsequenzen nicht entziehen. Wer eine Abtreibung erwägt, hat vorher bereits bestimmte Entscheidungen getroffen.<br />
<br />
Dieser Gedanke läßt sich am Beispiel eines Astronauten verdeutlichen: Während des Auswahlprozesses und der Planungs- und Vorbereitungsstufe kann er es sich jederzeit anders überlegen. Wenn aber die Rakete einmal gezündet ist, hat er keine Entscheidungsfreiheit mehr. Selbst wenn es Schwierigkeiten gibt und er vielleicht nicht mehr will, hat er die Entscheidung, die er getroffen hat, durch sein Handeln besiegelt.<br />
<br />
Das gleiche gilt auch für diejenigen, die mit der gottgegebenen Zeugungskraft unsachgemäß umgehen. Sie haben die Möglichkeit, anders zu denken und zu planen, doch ihre Entscheidung wird durch ihr Handeln besiegelt. Daß die Frau mit ihrem Körper machen kann, was sie will, heißt nicht, daß sie das gleiche Recht auch für einen anderen Körper hat. Der Ausdruck "eine Schwangerschaft abbrechen" trifft eigentlich nur auf die Frau zu. Denn bei einem Schwangerschaftsabbruch sind auch der Körper und das Leben eines anderen betroffen. Beide, die Frau und der Fötus haben ihr eigenes Gehirn, ihr eigenes Herz und ihren eigenen Blutkreislauf. Man leugnet die Wirklichkeit, wenn man behauptet, es handle sich nicht um ein Kind und nicht um ein Leben.<br />
<br />
Es geht gar nicht darum, wann das Leben beginnt oder wann der Geist den Körper belebt. Die Biologie geht davon aus, daß Leben beginnt, wenn sich zwei Zellen zu einer vereinigen und beide je dreiundzwanzig Chromosomen einbringen, vom Vater und von der Mutter. In diesen Chromosomen sind Tausende von Genen enthalten. Auf wundersame Weise sorgt eine Kombination aus genetischen Codes dafür, daß alle grundlegenden menschlichen Charaktereigenschaften des Ungeborenen festgelegt werden; ein neuer DNA-Komplex entsteht. Das Wachstum geht weiter, bis sich ein neues menschliches Wesen entwickelt hat. Der Beginn des Lebens ist eine wissenschaftliche Tatsache, nicht ein Thema, über das debattiert werden kann.<br />
<br />
Ungefähr zweiundzwanzig Tage nach der Zellverschmelzung fängt das kleine Herz zu schlagen an. Nach sechsundzwanzig Tagen beginnt das Blut zu kreisen. [9] Die heiligen Schriften sagen: „Die Lebenskraft des Fleische sitzt nämlich im Blut.” (Levitikus 17:11.) Bei der Abtreibung wird unschuldiges Blut vergossen.<br />
<br />
Eine andere Entschuldigung, mit der die Abtreibung gerechtfertigt werden soll, spricht von Bevölkerungsbeschränkung. In den Entwicklungsländern schreiben viele unwissentlich ihre Armut der Überbevölkerung zu. Sie vegetieren dahin und beachten Gott und seine Gebote nicht, sondern verehren vielleicht Dinge, die sie selbst geschaffen haben (oder überhaupt nichts), während sie erfolglos versuchen, die Bevölkerungszahlen durch die ansteigende Zahl von Abtreibungen zu begrenzen. Sie leben in Verwahrlosung und sind blind gegenüber Gottes Lehre – die nicht nur einmal, sondern vierunddreißig Mal in den Schriften genannt wird –, daß es einem Volk nämlich nur dann gutgeht, wenn es Gottes Gebote befolgt. [10]<br />
<br />
Wie kann Gott aber seine Verheißung erfüllen, es seinen Kindern, wenn sie gehorsam sind, gutgehen zu lassen, wenn sie statt dessen Götzen anbeten oder Leben zerstören, das er gegeben hat, das ausersehen ist, sein Abbild zu sein? Es wird ihnen nur dann gutgehen, wenn ihre Bildung und Erziehung auch Gehorsam und den Glauben an den Gott dieser Welt einschließt, der gesagt hat:<br />
<br />
„Ich, der Herr, habe . . . die Erde gebaut, ja, meiner Hände Werk; und alles darin ist mein. Und es meine Absicht, zu sorgen.. . Aber es muß notwendigerweise auf meine Art und Weise geschehen; ... Denn die Erde ist voll, und es ist genug vorhanden, ja, daß noch übrigbleibt.” <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/104/14-17#14">(LuB 104:14-17.)</a><br />
<br />
Als Knecht des Herrn möchte ich pflichtgemäß diejenigen warnen, die der Abtreibung zustimmen und sie durchführen. Sie erregen den Zorn des allmächtigen Gottes, der gesagt hat: „Wenn Männer ... eine schwangere Frau treffen, so daß sie eine Fehlgeburt hat, dann soll der Täter eine Buße zahlen.” (Exodus 21:22.)<br />
<br />
    Und über diejenigen, die unschuldiges Blut vergießen, hat ein Prophet folgendes gesagt: <br />
    „Die Richtersprüche, die er in seinem Grimm aussprechen wird, werden gerecht sein; und das Blut der Unschuldigen wird als Zeuge gegen sie dastehen und am letzten Tag mächtig gegen sie schreien.” <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/14/11#11">(Alma 14:11.)</a> <br />
<br />
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat sich immer wieder gegen die Abtreibung ausgesprochen. Vor einhundert Jahren schrieb die Erste Präsidentschaft folgendes: „Wir nehmen erneut die Gelegenheit wahr, die Heiligen der Letzten Tage vor Praktiken . . . wie der Tötung der Leibesfrucht oder der Kindestötung zu warnen.” [11]<br />
<br />
Zu Beginn seiner Amtszeit als Präsident hat Präsident Spencer W. Kimball folgendes gesagt: „Wir verdammen die Abtreibung und fordern unser Volk auf, diese schwerwiegende Übertretung zu unterlassen.” [12] Warum ein Leben vernichten, das anderen so viel Freude bringen kann?<br />
<br />
Gibt es aber nun Hoffnung für diejenigen, die ohne vollen Einblick eine derartige Sünde begangen haben? Ja. Soweit wir wissen, betrachtet der Herr diese Übertretung nicht als Mord. Und „soweit es offenbart worden ist, kann man von der Sünde der Abtreibung umkehren und Vergebung erlangen”. [13]<br />
<br />
Dankbar wissen wir, daß der Herr all denen helfen wird, die wirklich umkehrwillig sind. Ja, das Leben ist kostbar! Niemand kann ein neugeborenes Baby auf den Arm nehmen und ihm in die Augen schauen, die kleinen Finger spüren und dieses wunderbare Geschöpf streicheln, ohne tiefe Achtung vor dem Leben und unserem Schöpfer zu empfinden.<br />
<br />
Leben entspringt dem Leben und ist ein Geschenk des himmlischen Vaters. Es ist ewig wie er. Er sendet unschuldiges Leben nicht, damit es vernichtet wird! Dieser Lehrsatz stammt nicht von mir, sondern vom lebendigen Gott und seinem Sohn, von dem ich Zeugnis ablege im Namen Jesu Christi. Amen.</font><br />
<br />
<b>Literaturhinweise</b><br />
<br />
    * [1] Christopher Tietze, Inducted Abortion: A World Review, Seite 19<br />
    * [2] Ebd., Seite 7, 19-37<br />
    * [3] Siehe Stanley K. Henshaw, Jacqueline Darroch Forest, Ellen Sullivan und Christopher Tietze, „Abortion Services in the United States, 1979 and 1980”, Family Planning Perspective, JanuarlFebruar 1982, Seite 1, 7<br />
    * [4] Ebd., Seite 6 <br />
[5] Siehe Center for Disease Control, Annual Summary: Abortion Surveillance 1979-1980, Seite 130<br />
    * [6] Siehe Exodus 20:12; Deuteronomium 5:17; Matthäus 5:21; Markus 10:19; Lukas 18:20; Römer 13:9; Jakobus 2:11; <a href="http://scriptures.lds.org/de/mosiah/13/21#21">Mosia 13:21; <a href="http://scriptures.lds.org/de/3_ne/12/21#21">3. Nephi 12:21;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/42/18-19#18">LuB 42:18-19;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/132/36#36">LuB 132:36</a><br />
    * [7] Johannes Calvin, Commentaries on the Four Last Books of Moses Arranged in the Form of a Harmony, 3:42 (Exodus 21:22)<br />
    * [8] Siehe U. S. Senate Comitee on the Judiciary, The Human Life Bill: Hearings on, Seite 158, 97. Kongreß, 1. Sitzung 1981<br />
    * [9] Siehe Willis Hurst, R. Bruce Loge, Robert C. Schlant und Nanette Kass Wenger, The Heart, Seite 7<br />
    * [10] Siehe Levitikus 26:3-15; Josua 1:7-8; 1. Könige 2:3; 2. Könige 18:7; 2. Chronik 24:20; 2. Chronik 26:5; 2. Chronik 31:21; Esra 6:14; Ijob 36:11; <a href="http://scriptures.lds.org/de/1_ne/2/20#20">1. Nephi 2:20;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/1_ne/4/14#14"> 1. Nephi 4:14;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/1/9#9">2. Nephi 1:9;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/1/20#20">2. Nephi 1:20;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/1/31#31">2. Nephi 1:31;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/4/4#4">2. Nephi 4:4;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/5/10-11#10">2. Nephi 5:10-11;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/jarom/1/9#9">Jarom 1:9;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/omni/1/6#6">Omni 1:6;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/mosiah/1/7#7">Mosia 1:7;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/mosiah/2/22#22">Mosia 2:22;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/mosiah/2/31#31">Mosia 2:31;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/9/13#13">Alma 9:13;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/36/1#1">Alma 36:1;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/36/33021">Alma 36:30;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/37/13#13">Alma 37:13;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/38/1#1">Alma 38:1;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/45/6-8#6">Alma 45:6-8;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/48/15#15">Alma 48:15;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/48/25#25">Alma 48:25;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/alma/50/20#20">Alma 50:20;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/hel/3/20#20">Helaman 3:20;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/3_ne/5/22#22">3. Nephi 5:22;</a> <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/9/13#13">LuB 9:13</a><br />
    * [11] In Messages of The First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, zusammengestellt von James R. Clark, 3:11 <br />
    * [12] Ensign, November 1975, Seite 6<br />
    * [13] Handbuch Allgemeine Anweisungen, Seite 80]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/23/ehrfurcht-vor-dem-leben#Comments</comments>
 <pubDate>Fri, 23 May 2008 19:14:02 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Was ist der Unterschied?]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/23/was-ist-der-unterschied</link>
<description><![CDATA[Zehn Fragen zu ein paar charakteristischen Grundzügen der Kirche des Herrn<br /><br /><br />155. Herbst-Generalkonferenz 1986, Elder Derek A. Cuthbert <br />
<div align="justify"><font size="3">Vor mehr als neunzehnhundert Jahren hat der Apostel Paulus in seinem Schreiben an die Heiligen in Ephesus erklärt: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.” (Epheser 4:5.) Wie weit sind wir doch seitdem davon abgekommen, denn es gibt jetzt mehr als tausend verschiedene Kirchen, die alle behaupten, christlich zu sein. In den ersten fünfundzwanzig Jahren meines Lebens war ich ein tätiges Glied einer dieser vielen Kirchen der Christenheit. Ich hatte aber viele unbeantwortete Fragen, die mich dazu gebracht haben, daß ich den jungen Mormonenmissionaren zuhörte, als sie an unsere Tür klopften. Das war in England. Ähnliche Fragen bleiben auch für Millionen Menschen unbeantwortet, die sich als Glieder irgendeiner Kirche bekennen, die aber die Lehren des Erretters nicht klar verstehen.<br />
Ich möchte deshalb auf zehn Fragen eingehen, die von den Gliedern jeder Kirche an unsere Missionare oder sogar an jeden Heiligen der Letzten Tage gerichtet werden könnten. Mein Leben und das meiner lieben Frau hat sich geändert, als wir die Missionare getroffen, Fragen gestellt und darum gebetet haben, die Wahrheit zu erfahren. <br />
<b>· Die erste Frage:</b> <i>Warum spricht Gott heute nicht zu uns?</i> Meine Frau und ich sind während des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen, und diese Frage ist uns oft in den Sinn gekommen. Wir haben damals oft gespürt, wie nötig wir Gottes Führung haben – wie es auch heute, in diesen herausfordernden und gefährlichen Zeiten ist. In alter Zeit hat der Herr durch seinen Propheten Amos verkündet: „Nichts tut Gott, der Herr, ohne daß er seinen Knechten, den Propheten, zuvor seinen Ratschluß offenbart hat.” (Amos 3:7.) Ich habe nie das Gefühl gehabt, Offenbarungen hätten aufgehört, bloß weil die schon erteilten in einem Buch, nämlich der Bibel, zusammengefaßt sind.<br />
Erst fünf Jahre nach Einstellung der Feindseligkeiten erhielt ich eine Antwort. Gott spricht wieder, und zwar durch Propheten, und Offenbarung ergeht wiederum vom Himmel herab. Diese und viele andere wunderbare Wahrheiten haben uns erleuchtet und uns erhoben, als die Missionare uns belehrten. Wie aufregend, in den Letzten Tagen zu leben, in „den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat” (Apostelgeschichte 3:21)! Wie wunderbar zu erfahren, daß es noch ein Buch der heiligen Schrift gibt, das Buch Mormon, als weiterer Zeuge für Jesus Christus offenbart durch einen Propheten der Letzten Tage.<br />
<b>· Zweite Frage:</b> <i>Wie ist Gott?</i> Der Herr selbst hat in seinem fürsprechenden Gebet gesagt: „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.” (Johannes 17:3.) Welch ein Gegensatz zu der Lehre der meisten Kirchen, daß es ein Geheimnis ist und daß wir nicht wissen können und nicht wissen sollen, wie Gott ist.<br />
Wie wunderbar, daß der allmächtige Gott sich uns durch seinen Sohn Jesus Christus offenbart hat. Er hat sich als unser Vater im Himmel erklärt, der möchte, daß wir, seine Kinder, während der Zeit unserer Abwesenheit von unserer himmlischen Heimat mit ihm in Verbindung bleiben. Sagen Sie zu einem kleinen Kind, es solle die Augen schließen und an Gott denken und ihn dann beschreiben. Wird es einen Geist beschreiben? Nein! Es wird von einem liebevollen, weißgekleideten Wesen mit freundlichem Gesicht sprechen. Im Sendschreiben an die Hebräer beschreibt Paulus den Herrn Jesus in seinem Verhältnis zu Gott Vater: „Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens.” (Hebräer 1:3.) Ja, die Bibel beantwortet die Frage, wie Gott ist, aber die Leute sind durch unbiblische Lehren und Halbwahrheiten in die Irre geführt worden. Um die irrigen Überlieferungen, die sich über die Jahrhunderte erhalten haben, richtigzustellen, ist Gott selbst zusammen mit seinem geliebten Sohn Jesus Christus dem Propheten Joseph Smith in einer Lichtsäule erschienen.<br />
<br />
<b>· Dritte Frage:</b> <i>Was lehrt eure Kirche über das Leben der Familie? </i>Die Stärke einer Nation liegt ebenso wie ihr moralisches Gefüge in ihren Familien, und jede Kirche, die sich als christlich erklärt, muß das Leben der Familie hochhalten – sowohl als von Gott gegebenes kostbares Erbe wie auch als ein unschätzbares verheißenes Vermächtnis. Ich werde ewig dankbar sein dafür, daß die Missionare, die uns belehrt haben, unser Verständnis in bezug auf die Familie so sehr erweitert haben. Sie haben uns zugeredet, daß wir unsere Kinder abends und morgens zum Familiengebet um uns versammeln sollen. Dann haben wir den Familienabend kennengelernt, eine Einrichtung, die sich bei den Heiligen der Letzten Tage auf der ganzen Welt findet. Es ist fürwahr ein starker Anker und eine Festung, wenn man wenigstens einmal in der Woche zusammenkommt, um die Anwendung von Evangeliumsprinzipien zu besprechen, irgend etwas Angenehmes und Vernünftiges gemeinsam zu unternehmen, Talente im Kreis der Familie zu entfalten und miteinander zu beten. Wir denken oft an die Familienabende zurück, die wir im Lauf der Jahre gehabt haben, aber es gibt etwas noch Kostbareres. Zuerst waren wirr verheiratet „bis der Tod euch scheidet”, aber jetzt wird unsere Ehe – nach der Zeremonie im Tempel der Heiligen der Letzten Tage – für „Zeit und Ewigkeit” bestehen. Unsere Familie kann in Ewigkeit weiterbestehen!<br />
<b>· Vierte Frage:</b> <i>Wie kann Gott gerecht sein, wenn die Taufe eine wesentliche Rolle spielt und doch so viele gestorben sind, ohne das zu wissen?</i> Ich war als Kleinkind getauft worden, und zwar durch Besprengen, aber dann erkannte ich, daß die Taufe dazu dient, daß meine eigenen Sünden vergeben werden können und nicht die Übertretung Adams oder irgend jemandes sonst. Es hat mich gefreut zu erfahren, daß kleine Kinder keine Taufe brauchen, denn sie sind bis zum Alter der Verantwortlichkeit unschuldig. Aber was ist mit denen, die schon verantwortlich waren und gestorben sind, ohne vorher getauft zu werden?<br />
Ich erinnere mich an einen feinen Geistlichen aus Südafrika, der Salt Lake City besuchte und mit der Frage in mein Büro kam: ,Worauf begründen Sie Ihre Lehre von der Taufe für die Toten?"<br />
„Ist denn die Taufe notwendig”, fragte ich.<br />
„Gewiß”, antwortete er.<br />
„Glauben Sie, daß Gott gerecht ist?” „Selbstverständlich”, sagte er.<br />
„Was ist dann mit denen, die ohne Taufe gestorben sind?” forschte ich, und er gab zu erkennen, daß er sich schon oft darüber gewundert habe. Ich fragte ihn, ob er vielleicht die Worte des Paulus übersehen habe: „Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote gar nicht auferweckt werden, warum läßt man sich dann taufen für sie?” (1 Korinther 15:29.) Der Geistliche sah mich ruhig an und sagte: „Danke, daß Sie mir diese Lehre erklärt haben.” Ich war froh, daß er es jetzt besser wußte, aber traurig, daß er und so viele andere das vorher nicht gesehen hatten. Ja, unser Vater im Himmel liebt alle seine Kinder und hat dafür Vorsorge getroffen, daß sie alle zu ihm zurückkommen können.<br />
<b>· Fünfte Frage:</b> <i>Wenn Gott uns so sehr liebt – warum warnt er uns nicht vor solchen Übeln wie Alkohol, Tabak und anderen Drogen?</i> So viele Kinder Gottes erniedrigen sich, indem sie von chemischen Substanzen abhängig werden. Er ist deshalb besorgt, und so hat er im Jahr 1833 durch den Propheten Joseph Smith eine diesbezügliche Warnung ergehen lassen. Dieses Gesundheitsgesetz wird Wort der Weisheit genannt. Oh, wenn die Welt doch diesem Ratschlag Gottes, den er durch einen Propheten erteilt hat, Beachtung schenken würde! Denn ein großer Teil Verbrechen, Krankheit und Unglücklichkeit auf der Welt ist drogenbedingt.<br />
<b>· Sechste Frage:</b><i> Wie sorgt Ihre Kirche für Sie und deckt Ihre Bedürfnisse über das Wort der Weisheit hinaus?</i> In den Jahren, seit ich Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bin, habe ich die Gelegenheiten zu dienen sehr schätzen gelernt, denn bei uns gibt es keine bezahlte Geistlichkeit. Jeder Mann in der Kirche im Alter ab zwölf Jahren kann, sofern er würdig ist, ein Amt im Priestertum innehaben. In ähnlicher Weise erhalten auch die Frauen und Mädchen viele Aufgaben, wo sie führen und lehren und dienen können. Jede Familie wird monatlich von Heimlehrern aus dem Priestertum besucht, die sich um ihre Nöte annehmen, dazu auch noch von Besuchslehrerinnen der Frauenhilfsvereinigung, deren Motto lautet: „Die Liebe hört niemals auf.” Außerdem haben wir erfreulicherweise alle Arten von körperlichen, geistigen und gesellschaftlichen Aktivitäten, und wir werden in Themen wie Vorsorge des einzelnen und der Familie, einschließlich eigener Erzeugung und Vorratshaltung, unterwiesen.<br />
Denjenigen, die infolge Arbeitslosigkeit oder Krankheiten schwere Zeiten durchmachen, wird bei der Rehabilitation und Wiederherstellung geholfen. Diese Hilfe kommt von der gesamten Mitgliederschaft: jeden Monat wird gefastet – es werden zwei Mahlzeiten ausgelassen –, und das ersparte Geld wird für die Unterstützung der Armen und Bedürftigen gegeben. Ja, der Herr wacht über uns und warnt uns durch seine berufenen und ordinierten Geistlichen. Diese inspirierten Programme erstrecken sich jetzt auf die Kinder Gottes in aller Welt.<br />
<b>· Siebte Frage:</b> <i>Warum schicken Sie Missionare überallhin, wenn sich die meisten Kirchen doch auf die Länder der dritten Welt konzentrieren?</i> Ich muß zugeben, daß ich die gleiche Frage hatte, als die jungen Männer an unsere Tür klopften und sagten, sie seien Missionare. Da ich das Neue Testament aufmerksam gelesen hatte, hätte ich die Antwort wissen müssen; denn der Erretter hatte es so deutlich gesagt, als er kurz vor seiner Himmelfahrt die Apostel unterwies: „Darum geht zu den Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.” (Matthäus 28:19.) Die Tatsache, daß der Herr den Auftrag gegeben hat, rechtfertigt es, wenn wir das Evangelium bis an die Enden der Erde tragen. Menschen aller Nationen brauchen Wahrheit und Sinn und Glücklichkeit, wie das Evangelium in seiner Fülle sie bietet. Jeder Mensch soll sich für Wahrheit interessieren, und darum sagen wir zu den Anhängern sämtlicher Glaubensrichtungen: Behaltet alle Wahrheit, die ihr habt, und wir werden noch welche hinzufügen. Das ist der Grund, warum Zehntausende junge Menschen und mehr als tausend ältere Ehepaare freiwillig und unentgeltlich achtzehn Monate oder zwei Jahre hingeben, um in aller Welt das wiederhergestellte Evangelium Jesu Christi zu predigen.<br />
<b>· Achte Frage:</b> <i>Was verstehen Sie als den Zweck des Lebens?</i> In der einfachsten Form könnte die Frage lauten: „Warum bin ich hier; " Tief in allen Menschen gibt es das Verlangen, die Antwort zu kennen, damit sie ihr Leben sinnvoll leben können. Wie alle liebevollen Eltern hat auch der himmlische Vater für uns, seine Kinder, einen Plan gefaßt, noch ehe die Welt existiert hat. Zur damaligen Zeit, die wir vorirdisches Dasein nennen, haben wir bei Gott als seine Geistkinder gelebt. Um weiteren Fortschritt machen zu können, war es notwendig, daß wir die Erfahrung des Erdenlebens machen mußten, und zwar in einem physischen Körper, der uns von irdischen Eltern beschafft wird Für eine Zeitlang fern von der Gegenwart Gottes, lernen wir, im Glauben zu wandeln und Eigenschaften zu entwickeln, die uns ein mal befähigen werden, als auferstandene Wesen in unsere himmlische Heimat zurückzukehren.<br />
Der allmächtige Gott, unser himmlischer Vater, hat seine Absicht und diesen Plan für seine Kinder mit folgenden Worten verkündet: „Denn siehe, es ist mein Werk und meine Herrlichkeit, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.” (Mose 1:39)<br />
Ohne diese Lebenszeit auf Erden können wir weder Unsterblichkeit noch ewiges Leben erreichen.<br />
<b>· Neunte Frage:</b> <i>Wieso wissen Sie, daß die Antworten, die Sie gegeben haben, wahr sind?</i> Ich weiß das aufgrund meines Zeugnisses, das tief aus meinem Innern kommt und doch von einer göttlichen Quelle stammt. Die wunderbaren Missionare haben eine besondere Gabe gebracht, die ich nach der Taufe empfangen habe.<br />
„Eine Gabe, sagen Sie? Was haben sie denn für Sie gekauft, das Sie so glücklich sein läßt und Sie so sicher macht, daß Gott und Jesus leben und daß sie in diesen Tagen durch einen Propheten zu uns sprechen?”<br />
Nein, es war keine gekaufte Gabe - es sei denn, daß der Kaufpreis das sühnende Blut Jesu Christi war. Er hat verheißen, er werde einen Beistand senden, nämlich den Heiligen Geist, der uns führen und segnen und trösten und uns die Wahrheit bezeugen soll.<br />
„Sie meinen, Sie haben die Gabe des Heiligen Geistes, wie sie in der Urkirche verheißen und ges endet wurde?”<br />
Ja. Nachdem ich aus dem Wasser gestiegen war, wurden mir von einem, der die Vollmacht dazu von Jesus Christus selbst hatte, die Hände aufgelegt, und ich empfing den Heiligen Geist als meinen ständigen Begleiter. Der Heilige Geist bezeugt die Wahrheit; er gibt Zeugnis vom Vater und vom Sohn.<br />
<b>· Zehnte Frage: </b><i>Wie kann ich selber wissen, daß das, was Sie lehren, wahr ist?</i> Für alle, die diese Frage stellen, ist die Verheißung im Buch Mormon machtvoll, wahr und von ewiger Bedeutung.<br />
„Und ich möchte euch auffordern: Wenn ihr dieses hier empfangt, so fragt Gott, den ewigen Vater, im Namen Christi, ob es wahr ist, und wenn ihr mit aufrichtigem Herzen, mit wirklichem Vorsatz fragt und Glauben an Christus habt, wird er euch durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, daß es wahr ist.<br />
Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.” (Moroni 10:4f.)<br />
Ja, mein lieber fragestellender Freund, wir haben zu der Wahrheit, die du hast, einiges hinzuzufügen; denn Gott spricht wieder durch Propheten. Er hat sich dem Menschen in der heutigen Zeit offenbart. Es ist möglich, daß Familien für immer zusammenbleiben; denn Gott hat die heiligen Handlungen des Tempels für die Lebenden und Toten wiederhergestellt. Außerdem hat er uns ein Gesundheitsgesetz gegeben, ein Wohlfahrtsprogramm und das Missionarssystem. Er hat den Sinn des Lebens offenbart und uns den Heiligen Geist gegeben, damit wir anderen Menschen Zeugnis geben und selbst wissen, daß dies die lebende Kirche des lebendigen Christus ist und daß er durch einen lebenden Propheten spricht: durch unseren geliebten Präsidenten Spencer W. Kimball.(1986) Das bezeuge ich im Namen Jesu Christi. Amen.]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/23/was-ist-der-unterschied#Comments</comments>
 <pubDate>Fri, 23 May 2008 16:22:57 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Die Heiligen der Letzten Tage sind Christen]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/12/die-heiligen-der-letzten-tage-sind-christen</link>
<description><![CDATA[<br /><br /><br /><div align="justify"><font size="3">Liebe Brüder und Schwestern, heute spreche ich voll innerer Rührung zu Ihnen. Dies ist das Land, in dem unsere Familie zwei Jahre lang ,gelebt hat. Es ist das Lieblingsland meiner beiden Söhne. Wir wohnten in Bad Homburg und haben einige unserer schönsten Augenblicke als Familie damit verbracht, durch die Wälder des Taunus zu streifen und uns an der Schönheit der Natur in Deutschland zu erfreuen.<br />Ich bin heute gekommen, um Zeugnis abzulegen. Es ist dasselbe Zeugnis, das abzulegen der Präsident einen jeden von Ihnen gebeten hat. Er hat uns aufgefordert, unseren Nächsten zu warnen und ihm gegenüber Zeugnis abzulegen.<br />Am ersten Donnerstag eines jeden Monats versammeln sich alle Generalautoritäten im Tempel. Ich möchte gern den Raum beschreiben, in dem wir uns versammeln. Die Erste Präsidentschaft sitzt zusammen. Auch die zwölf Apostel sitzen zusammen, und die übrigen Generalautoritäten sitzen hinter ihnen. Alle sehen wir auf die Erste Präsidentschaft. Der Präsident der Kirche Jesu Christi hat alle Schlüssel des Priestertums inne. Und er legt einmal im Monat vor allen von uns Zeugnis ab.<br />An der Wand hinter der Ersten Präsidentschaft sind drei Gemälde. Sehr bedeutsam ist, daß siedrei Stadien im Leben Jesu Christi darstellen. Ein Gemälde zeigt Jesus Christus während seines irdischen Wirkens. Er geht am Ufer des Sees Genezareth entlang. Zu jener Zeit in seinem Leben rief er Fischern zu und sagte ihnen, daß sie ihm folgen sollten, damit sie Menschenfischer seien. Auch wir haben diese Berufung. Das zweite herrliche<br />Gemälde zeigt Christus am Kreuz. Seine Mutter und Maria Magdalena stehen am Fuße des Kreuzes. Es ist ein zorniger Himmel zu sehen. Zu der Zeit erhob sich ja die Natur gegen die Kreuzigung des Erlösers. Das Bild zeigt die Angst in den Augen der Soldaten. Und es gibt den großen Augenblick wieder, in dem Jesus Christus zu unserem Erretter wurde. Und am wichtigsten ist das dritte Bild. Auf ihm sieht man das Felsengrab von außen. Es gibt den herrlichen Augenblick wieder, in dem sich Maria Magdalena dem Erlöser nähert, den Augenblick, in dem Jesus Christus sie bittet, ihn nicht zu berühren, da er noch nicht zum Vater im Himmel aufgefahren sei. Die Botschaft dieses großartigen Bildes, meine lieben Brüder und Schwestern, besteht aber darin, daß Jesus Christus auferstanden und unser Erlöser ist und daß er aus sich, weil er einen himmlischen Vater und eine irdische Mutter hatte, fähig war, der Erlöser aller Menschen zu sein.<br />Das Evangelium Jesu Christi ist eine einfache Botschaft an die Welt. Wfr haben bei unserem Vater im Himmel gelebt. Dort haben wir die Entscheidung getroffen, in dieses Leben einzutreten.<br />In der Köstlichen Perle ist eine wichtige Botschaft enthalten.<br />Hierin ist die Rede von einem Streit im Himmel. Es war allerdings kein körperlicher Streit, sondern ein Streit um unsere Seele. Ein Streit um unseren Geist. Jesus Christus, der älteste Sohn Gott des Vaters, legte einen Plan vor. Es war nicht sein Plan. Es war der Plan des Vaters, der in den Ewigkeiten zuvor schon bei vielen Welten Verwendung gefunden hatte.<br />Sein Bruder, Luzifer, der Satan, legte auch einen Plan vor, seinen eigenen. Sein Plan sah vor, daß er, der Satan, alle Kinder unseres Vaters im Himmel in dieses Leben bringen und uns auch alle wieder zurück in die Gegenwart des Vaters im Himmel bringen würde. Aber Luzifer, der Satan, wollte die ganze Herrlichkeit. Ein Drittel der Heerscharen des Himmels folgte Luzifer. Sie haben nicht die Gelegenheit bekommen, in dieses Leben einzutreten und einen Körper zu erhalten. Sollten Sie daran Zweifel haben, daß Luzifer und seine Anhänger heute hier sind, so seien Sie versichert, daß sie es sind. Und da wir uns heute hier zwar in der Welt versammeln, doch nicht von der Welt sind, fragen sich Luzifer und seine Anhänger, welche Auswirkungen es auf dieses Land haben wird.<br />Ich kann es kaum glauben, daß wir auf unseren Reisen, auf unseren Pressekonferenzen immer wieder gefragt werden: „Sind Sie Christen?” „Wer ist der Jesus Christus, den Sie verehren?” Einer der Gründe, weshalb es diese Fragen gibt, besteht darin, daß wir uns Mormonen nennen. Meine Brüder und Schwestern, dies ist nicht die Kirche Mormons; es ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Es ist die Kirche Jesu Christi, die nach dem benannt wurde, der auf Weisung seines Vaters dieser Welt Grund gelegt hat. Jesus Christus war der Schöpfer und ist der Gott dieser Erde. Jesus Christus ist der Gott des Alten Testamentes. Wir beten im Namen Jesu Christi. Aber wir beginnen unsere Gebete, indem wir den Vater anrufen: „Unser Vater, der du bist im Himmel.” Wenn wir jemand taufen, sagen wir: „Beauftragt von Jesus Christus.” Mit dieser Vollmacht ist die Kirche gegründet worden, und durch sie haben wir die Apostel, von denen Bruder Pinegar gerade gesprochen hat, und die Vollmacht dafür, die Kirche Jesu Christi heute auf Erden zu haben. Ist es nicht logisch, daß Gott Vater und sein Sohn, Jesus Christus, Joseph Smith erscheinen mußten, um die Kirche in diesen, den Letzten Tagen wiederherzustellen? Wie wichtig ist es doch, daß wir verstehen lernen, daß wir unsere Mitmenschen warnen<br />und ihnen sagen müssen, daß die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf Erden ist.<br />Ich möchte gern das Abendmahl als Beispiel dafür anführen, wie wir Jesus Christus verehren. Unser Abendmahlsgebet beginnt: „O Gott, du ewiger Vater, wir bitten dich im Namen Jesu Christi . . .” Wir nehmen dann vom Brot und vom Wasser, wodurch das Blut und der Leib Jesu Christi versinnbildlicht werden. Vor der Kreuzigung Jesu Christi forderte das Gesetz Mose ein Blutopfer. Im 3. Buch Nephi heißt es, daß Christus nach der Auferstehung zu seinen Jüngern sprach:<br />. . in mir ist das Gesetz Mose •erfüllt <a href="http://scriptures.lds.org/de/3_ne/9/17#17">(3. Nephi 9:17)."</a> Deshalb nehmen wir heutzutage das Abendmahl im Gedenken an Jesus Christus; denn es heißt im Abendmahlsgebet weiter: „ . . . und dir bezeugen, o Gott, du ewiger Vater, daß sie willens sind, den Namen deines Sohnes auf sich zu nehmen und jederzeit seiner zu gedenken <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/20/77">(LuB 20:77).”</a> Äußerst wichtig ist dann die Verheißung, die uns gegeben wird, daß wir dann nämlich seinen Geist immer mit uns haben werden <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/20/77">(LuB 20:77).</a><br />Zum Schluß möchte ich Ihnen von einem Erlebnis berichten, das wir auf dieser Reise gehabt haben. In Kopenhagen besichtigten wir eine wunderschöne Kirche, die der Dom genannt wird. Wie wunderbar es doch war, die Statue des Christus dort stehen zu sehen! Und an jeder Wand dieser Kirche standen die Plastiken der zwölf Apostel. Wir sahen auch zwei Inschriften in der Kapelle. Oben stand: „Dies ist mein geliebter Sohn” und darunter: „Kommet zu mir!” Es war eine wunderbare Gelegenheit, mit dem Mann zu sprechen, der die Kapelle für uns offenhielt. Er war Küster der Kirche und ein demütiger Mann. Aber er war kein Mitglied unserer Kirche. Können Sie sich da unsere Freude vorstellen, ihm zu sagen, daß er an jenem Tage den Propheten der Kirche kennenlernen werde, der dieselben Schlüssel innehat, die Petrus innehatte. Der Künstler, der das Standbild des Petrus schuf, hat ihn mit Schlüsseln in der Hand abgebildet — mit den Schlüsseln der Vollmacht des Priestertums, den Schlüsseln der Offenbarung, der Gaben und Talente, die<br />erforderlich sind, um ein Prophet in der heutigen Kirche Jesu Christi zu sein. Auch freute es uns, daß wir ihm Bruder Tanner, Bruder Monson und Bruder Packer vorstellen und sagen durften, daß dies die Apostel von heute sind. Wer sind die Männer, die die Aufgaben der zwölf Apostel in unserer Kirche innehaben? Sie bestehen nicht aus kaltem Marmor, sondern sie sind lebendig. Ich bezeuge Ihnen, daß es Gott gibt und daß Jesus Christus sein Sohn ist. Dies ist die Botschaft, mit der wir unsere Mitmenschen warnen müssen. Ich sage das im Namen Jesu Christi. Amen.<br /></font></font>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/05/12/die-heiligen-der-letzten-tage-sind-christen#Comments</comments>
 <pubDate>Mon, 12 May 2008 23:59:27 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Das  Buch Mormon]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/03/16/das-buch-mormon</link>
<description><![CDATA[In der letzten Zeit hat es wiederholt Artikel in Tageszeitungen gegeben, die unterstellen, das Buch Mormon sei keine Heilige Schrift. Die Abteilung öffentlichkeitsarbeit hat dazu folgende Presse-Erklärung abgegeben<br /><br /><br />Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) widerlegte heute die gestern erhobenen Vorwürfe gegen die Echtheit des Buches Mormon. Zu dem kläglichen Versuch, die Glaubhaftigkeit der Entstehungsgeschichte des Buches Mormon in Zweifel ztu ziehen, sagte der Pressesprecher der Kirche in Deutschland, Holger G. Nikkel:<br />„Bedauerlicherweise wurden hier Untersuchungen herangezogen, denen schon vor Jahresfrist in Amerika der wissenschaftliche Boden entzogen worden ist.” In der gleichen Frage -- Echtheit des Buches Mormon kam das renommierte Wochenmagazin „Time International" in seiner Ausgabe vom 7. August dieses Jahres zu dem Schluß: „Die angestrengte Bemühung von Mormonengegnern, das Buch (Mormon) mit Hilfe von Schriftsachverständigen in Zweifel zu ziehen von der Theorie ausgehend, es sei aus dem Manuskript eines alten Romans gestohlen worden —, ist voriges Jahr verpufft, als einer der Sachverständigen sich zurückzog und ein zweiter seinen Befund ins Gegenteil verkehrte."<br />Darüber hinaus widerlegte der Historiker der Kirche, Prof. Dr. Leonard Arrington, in einer bereits am 28. Juni 1977 veröffentlichen Erklärung die unhaltbaren Anschuldigungen im Einzelnen:<br />„Man hat die Theorie vorgebracht, 12 der insgesamt 140 in unserem Besitz befindlichen Manuskriptseiten des Buches Mormon zeigten die Handschrift Salomon Spauldings, der im Jahre 1816 starb. Die fraglichen 12 Seiten reichen von 1. Nephi 4:20 bis 1. Nephi 12:8.<br />Die Theorie ist völlig unhaltbar. Sie würde von uns verlangen zu glauben, daß Spaulding diese 12 Seiten in seinem Heft hatte, daß sie 14 Jahre später auf irgendeine Weise und über eine große Entfernung hinweg einem jungen Farmarbeiter in die Hände gerieten, der dazu in keiner Beziehung stand, daß dieser junge Mann, während er das Buch Mormon diktierte, diese 12 Seiten mitten in seiner Erzählung in das von ihm begründete Manuskript einschob und schließlich, daß diese 12 Seiten hinsichtlich ihrer Größe und Papierqualität genau den Blättern davor und danach im Manuskript entsprechen, ferner, daß die Tinte, der Stil und der Inhalt der 12 Seiten genau dem entsprechen, was der junge Mann vorher und nachher diktierte. Der Gedanke ist einfach widersinnig. Selbst wenn man mit allen diesen Zufällen fertig würde, wie sollte man denn die Tatsache erklären, daß die Handschrift, die sich auf den 12 Seiten des Manuskripts in unserem Archiv findet, auch in den Überschriften der vorangehenden Seiten erscheint? Die übrige Handschrift auf den gleichen Seiten ist einwandfrei als die des Schreibers von Joseph Smith, Oliver Cowderv, identifiziert worden.<br />Bei dieser Theorie ergibt sich aber noch ein weiteres Problem. Die Handschrift einer Offenbarung, die 1831 niedergeschrieben wurde, ist unzweifelhaft dieselbe, die sich auf den fraglichen Seiten des Buches Mormon befindet, Salomon Spaulding, der 1816 starb, konnte sie doch wohl nicht geschrieben haben. Die gesamte Theorie ist lächerlich. (Wir denken, daß es sich bei dem nicht identifizierten Schreiber der 12 Seiten entweder um Ruben Hale, den Bruder von Emma Smith, oder um Martin Harris handelt; die Beweisführung wird schwierig sein, solange wir nicht genügend vergleichbares Mustermaterial haben.)<br />Heute nachmittag kamen zwei Herren aus Los Angeles, um die Manuskriptseiten des Buches Mormon zu prüfen. Ihr Befund zeigt an, daß die 12 fraglichen Seiten Teil einer bestehenden Aufeinanderfolge sind. Den einzigen Schluß, den man aus unserem Manuskript ziehen kann, ist der, daß die in der vorigen Woche der Presse zugeleiteten Spekulationen unhaltbar sind.<br />Es handelt sich hier einfach um einen weiteren Versuch in einer langen Reihe, mit der Absicht, Salomon Spaulding und andere mit dem Buch Mormon in Verbindung zu bringen. Wir haben die unerschütterliche Überzeugung, daß das Buch Mormon im Jahre 1829 von Schreibern so niedergeschrieben wurde, wie es von den Lippen Joseph Smith kam."<br /><br />
<i>November 1978</i><br /><br />
<a href="http://de.fairmormon.org/Buch_Mormon_Autorschaft:_Das_Spaulding_Manuskript" t a r g e t="_blank"> mehr zum Thema </a>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/03/16/das-buch-mormon#Comments</comments>
 <pubDate>Sun, 16 Mar 2008 03:45:36 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Niemand soll etwas hinzufügen oder wegnehmen]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/03/14/niemand-soll-etwas-hinzufuegen-oder-wegnehmen</link>
<description><![CDATA[Wer sich mit den Offenbarungen des Herrn in den heiligen Schriften befaßt, stellt fest: Es handelt sich um fortlaufende Offenbarung, wodurch die Propheten und die Kirche in allen Zeitaltern geleitet wurden.<br /><br /><br /><font face="arial,helvetica,sans-serif"><font size="3"> K&uuml;rzlich schrieb mir ein junger Freund, der auf Mission ist. und erkundigte sich im Hinblick auf eine an ihn gerichtete Frage. Es ging dabei um die Schlu&szlig;verse der Bibel und ob sie sich auf das Buch Mormon beziehen. Wir wissen, da&szlig; am Ende des Buches &bdquo;Offenbarung&rdquo;, also des letzten Buches der Bibel, der Verfasser Johannes eine Warnung und einen Fluch f&uuml;r jeden ausspricht, der dem Buch etwas hinzuf&uuml;gt oder etwas davon wegnimmt. Das sind genau seine Worte: &bdquo;Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches h&ouml;rt: Wer etwas hinzuf&uuml;gt, dem wird Gott die Plagen zuf&uuml;gen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.<br />
Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.&rdquo; (Offb 22:18. 19.)<br />
Diese Verse werden oftmals von Leuten zitiert, die das Buch Mormon in Mi&szlig;kredit bringen wollen und behaupten, Gottes Offenbarung sei ein f&uuml;r allemal abgeschlossen. Es sei nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen oder wegzunehmen. Sie stellen die Behauptung auf, das Buch Mormon sei ein Versuch, der Bibel etwas hinzuzuf&uuml;gen. Derlei wurde behauptet, als das Buch Mormon erstmals ver&ouml;ffentlicht wurde, und auch sp&auml;ter noch, bis zum heutigen Tag. Ist dies in irgendeiner Weise zutreffend?<br />
Die Antwort auf diese Frage ist in Wirklichkeit sehr einfach. Wenn man den Text sorgf&auml;ltig liest, ist einem klar, da&szlig; sich dieses Hinzuf&uuml;gen oder Wegnehmen nicht auf die gesamte Bibel und nicht einmal auf das Neue Testament bezieht. Johannes spricht lediglich von den &bdquo;prophetischen Worten dieses Buches&rdquo;, also von den prophetischen Worten im Buch &bdquo;Offenbarung&rdquo;. Dies wird ferner dadurch erh&auml;rtet, da&szlig; mehrere B&uuml;cher des Neuen Testaments noch gar nicht geschrieben waren, als Johannes die Offenbarung niederschrieb; und die, die bereits geschrieben waren, hatte man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu einem einzigen Buch zusammengefa&szlig;t. Die aus 66 Einzelb&uuml;chern bestehende Schriftsammlung, die wir als Bibel bezeichnen, wurde erst, lange nachdem Johannes das Buch geschrieben hatte, das an das Ende der Bibel gesetzt wurde, zu einem Band zusammengefa&szlig;t. Es ist daher klar, da&szlig; die schrecklichen Richterspr&uuml;che, die jeden treffen, der etwas zu dem Buch hinzuf&uuml;gt, keinerlei Bezug auf die gesamte Bibel oder das Neue Testament haben, sondern ausschlie&szlig;lich auf das Buch &bdquo;Offenbarung&rdquo;.<br />
Zweitens hei&szlig;t es in der Warnung: &bdquo;Die prophetischen Worte dieses Buches&rdquo;. Die Wendung kommt zweimal vor und das Wort &bdquo;Buch&rdquo; steht in beiden F&auml;llen im Singular und kann sich nur auf das prophetische Buch des Johannes beziehen, das den Titel &bdquo;Offenbarung des Johannes&rdquo; tr&auml;gt und oft als &bdquo;Apokalypse&quot; bezeichnet wird -- ein griechisches Wort, das soviel bedeutet wie &bdquo;Enth&uuml;llung, Offenbarung&rdquo;. Es steht nat&uuml;rlich deshalb im Singular, weil es mit keinem anderen Buch oder anderen B&uuml;chern etwas zu tun hatte. Erst lange Zeit danach wurde es nach vielen innerkirchlichen Debatten in die Sammlung aufgenommen, die als der neue Schriftkanon oder als das Neue Testament bekannt wurde.<br />
Interessant ist auch der Hinweis, da&szlig; ja Johannes selbst der vorhandenen heiligen Schrift etwas hinzugef&uuml;gt hat, nachdem er das Buch &bdquo;Offenbarung&rdquo; geschrieben hatte, das er &mdash; darin ist man sich allgemein einig &#64979; w&auml;hrend seines Aufenthalts auf der Insel Patmos verfa&szlig;te. Den Ersten Johanneshrief schrieb er lange nachdem er Patmos verlassen hatte. Diese Tatsache allein w&uuml;rde gen&uuml;gen, um die Behauptung zu widerlegen, da&szlig; Offenbarung im allgemeinen abgeschlossen und es dem Menschen untersagt sei, den heiligen Schriften etwas hinzuzuf&uuml;gen. Es ist ein weiterer Beweis daf&uuml;r, da&szlig; sich Johannes ausschlie&szlig;lich auf das Buch &bdquo;Offenbarung&rdquo; bezogen hat.<br />
Auch im Alten Testament findet man das Gebot, da&szlig; niemand dem geschriebenen Wort etwas hinzuf&uuml;gen oder davon wegnehmen darf, und es wird nachdr&uuml;cklich verurteilt. Die erste solche Stelle steht in Deuteronomium. Dieses Buch wurde zu der Zeit verfa&szlig;t, als Mose die Kinder Israel ermahnte, nach dem Gesetz des Herrn zu leben. Die Tora war bis dahin nur m&uuml;ndlich &uuml;berliefert worden. Erst als das Gesetz in Form des Buches Deuteronomium kodifiziert wurde, schrieb man es nieder. Da Mose es nun vor seinem Tod schriftlich niedergelegt und als vollst&auml;ndig angesehen hatte, schrieb er:<br />
&bdquo;Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, nichts hinzuf&uuml;gen und nichts davon wegnehmen; ihr sollt auf die Gebote des Herrn, eures Gottes, achten, auf die ich euch verpflichte.&rdquo; (Dtn 4:2.)<br />
An sp&auml;terer Stelle im selben Gesetzbuch wiederholte Mose diese Ermahnung in &auml;hnlichen Worten: &bdquo;Ihr sollt auf den vollst&auml;ndigen Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, achten und euch daran halten. Ihr sollt nichts hinzuf&uuml;gen und nichts wegnehmen.&rdquo; (Dtn 13:1.)<br />
Es gibt Leute, die diese Ermahnungen im Alten Testament so wie die Warnung am Ende des Buches &bdquo;Offenbarung&rdquo; zum Anla&szlig; nehmen, das Buch Mormon als Versuch hinzustellen, der heiligen Schrift etwas hinzuzuf&uuml;gen, in Wirklichkeit jedoch enthalten diese Verse im Alten Testament dieselbe Aussage wie jene am Ende der Apokalypse; und wenn man sie auf dieselbe Weise interpretiert und darauf die gleichen Argumente anwendet wie auf die Schlu&szlig;verse der Offenbarung, so d&uuml;rfte nach den Aufzeichnungen des Mose keine heilige Schrift mehr folgen. Wer an dieser absurden Annahme festh&auml;lt, mu&szlig; den gr&ouml;&szlig;ten Teil des Alten Testaments und alle B&uuml;cher des Neuen Testaments verwerfen.<br />
Liest man die bewu&szlig;ten Stellen genau, so geht daraus hervor, da&szlig; es dem Menschen untersagt ist, die Offenbarungen des Herrn zu ver&auml;ndern. Der Mensch darf dem Wort Gottes nichts hinzuf&uuml;gen und nichts davon wegnehmen. Nirgends aber steht, da&szlig; Gott selbst nichts davon wegnehmen oder dazugeben w&uuml;rde oder k&ouml;nne. Und kein vernunftbegabter Mensch, der an die Macht Gottes glaubt, kann tats&auml;chlich glauben, Gott seien derartige Schranken gesetzt. Es ist keine Frage, da&szlig; er das Recht und die Macht hat, seinen Kindern in jedem Zeitalter zus&auml;tzliche F&uuml;hrung zu gew&auml;hren und der heiligen Schrift etwas hinzuzuf&uuml;gen.<br />
Wer sich mit den Offenbarungen des Herrn in den heiligen Schriften befa&szlig;t, stellt fest, da&szlig; es sich um fortlaufende Offenbarung handelt, die die Propheten und die Kirche in allen Zeitaltern geleitet hat. Ohne fortlaufende Offenbarung w&auml;re Noach nicht auf die Flut vorbereitet gewesen, die die Erde bedeckte. Abraham w&auml;re nicht von Haran nach Hebron, ins Land der Verhei&szlig;ung, geleitet worden. Fortlaufende Offenbarung f&uuml;hrte die Kinder Israel aus der Knechtschaft zur&uuml;ck in ihr verhei&szlig;enes Land. Durch Offenbarung an Propheten wurde die Missionsarbeit geleitet, der Wiederaufbau des salomonischen Tempels angeordnet und die Verbreitung heidnischer Gepflogenheiten bei den Israeliten verurteilt.<br />
Bevor Christus in den Himmel auffuhr, verhie&szlig; er den verbliebenen elf Aposteln: &bdquo;Seid gewi&szlig;: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Weh.&rdquo; (Mt 28:20.) Nachdem er in den Himmel aufgefahren war, lenkte er durch Offenbarung die Kirche und zwar bis zum Tod der Apostel und zur Abkehr der Kirche Jesu Christi vom Glauben.<br />
Derselbe Apostel, der das Buch &bdquo;Offenbarung&rdquo; niedergeschrieben hat, schaute in einer Vision ein Zeichen, das die letzten Tage kenntlich machen w&uuml;rde und dem schlie&szlig;lichen Zweiten Kommen des Herrn hervorgeht:<br />
&bdquo;Dann sah ich: Ein anderer Engel flog hoch am Himmel. Er hatte den Bewohnern der Erde ein ewiges Evangelium zu verk&uuml;nden, allen Nationen, St&auml;mmen, Sprachen und V&ouml;lkern.&rdquo; (Offb 14:6.1)<br />
Die Tatsache, da&szlig; Johannes einen Boten von Gott sah, der ein verlorengegangenes Evangelium offenbarte, widerlegt das Argument, da&szlig; der Bibel keine weitere Offenbarung hinzugef&uuml;gt werden d&uuml;rfe.<br />
Wir geben der ganzen Welt Zeugnis, da&szlig; in unserer Zeit bereits Boten vom Himmel erschienen sind; sie haben Vollmacht vom Himmel gebracht und die Wahrheit wiederhergestellt, die, durch Verf&auml;lschung der Gebr&auml;uche und Lehren verlorengegangen war. Gott hat erneut gesprochen und sendet seinen Kindern weiterhin durch einen lebenden Propheten F&uuml;hrung. Wir verk&uuml;nden, da&szlig; Gott immer bei seinen Knechten ist, wie er verhei&szlig;en hat, und da&szlig; er die Kirche in aller Welt f&uuml;hrt. Wie in vergangenen Zeiten wird die Missionsarbeit auch heute durch Offenbarung gelenkt. Dasselbe gilt f&uuml;r den Tempelbau und f&uuml;r die Berufung von Priestertumsbeamten. Durch Offenbarung werden wir vor den &Uuml;beln unserer Gesellschaft gewarnt, die die Kinder unseres Vaters daran hindern k&ouml;nnen, da&szlig; sie errettet werden <br />
In einer Offenbarung an Joseph Smith, einen neuzeitlichen Propheten, hat der Herr gesagt: &bdquo;Ich mache keinen Unterschied zwischen den Menschen und will, da&szlig; alle es wissen: der Tag kommt schnell; noch ist die Stunde nicht, aber sie ist nahe, da der Frieden von der Erde genommen werden und der Teufel Gewalt &uuml;ber sein eigenes Herrschaftsgebiet haben wird.<br />
Und auch der Herr wird Gewalt &uuml;ber seine Heiligen haben und in ihrer Mitte regieren.&rdquo; <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/1/35-36#35" t a r g e t="_blank">  (LuB 1:35, 36.)</a><br />
Der Herr regiert in der Mitte der Heiligen heute, und zwar durch fortlaufende Offenbarung. Ich bezeuge, da&szlig; er zu dieser Zeit bei seinen Knechten ist und es bis ans Ende der Erde sein wird.<br />
Seien wir nicht so kurzsichtig, da&szlig; wir Offenbarung nur den Menschen in alter Zeit zugestehen. Gott ist barmherzig und liebt seine Kinder in allen Zeitaltern. Er hat sich ihnen in unserer Zeit und in vergangenen Zeiten offenbart. Das bezeuge ich feierlich. Im Namen Jesu Christi. Amen.<br />
Zeit und in vergangenen Zeiten offenbart. Das bezeuge ich feierlich. Im Namen Jesu Christi. Amen.</font><br />
<em><font size="2"> Elder Howard W. Hunter</font></em></font><br />
<a href="hhttp://www.de.fairmormon.org/Bibel:_Hinzuf%C3%BCgen_oder_Wegnehmen#Gedrucktes_Material" t a r g e t="_blank"> Mehr zu diesen Thema </a>]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/03/14/niemand-soll-etwas-hinzufuegen-oder-wegnehmen#Comments</comments>
 <pubDate>Fri, 14 Mar 2008 20:44:03 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Hüten wir uns vor falschen Propheten unf falschen Lehrern]]></title>
 <link>http://mormonen.viennablog.at/2008/02/16/hueten-wir-uns-vor-falschen-propheten-unf-falschen-lehrern</link>
<description><![CDATA[von Elder M Russell Ballard Herbstgeneralkonferenz 1999<br />
<br />
Hüten Sie sich vor Menschen, die Dinge reden und veröffentlichen, die dem, was die wahren Propheten Gottes sagen, widersprechen.<br /><br /><br />Gegen Ende des irdischen Wirkens des Erretters kamen die Jünger mit mehreren Fragen bezüglich ihrer Zukunft zu ihm: „Sag uns ... was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt?”<br />
Jesus erwiderte: „Geht Acht, dass euch niemand irreführt!<br />
Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin der Messias!, und sie werden viele irreführen. Ihr werdet von Kriegen hören und Nachrichten über Kriege werden euch beunruhigen.... und an vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben. Doch das alles ist<br />
erst der Anfang der Wehen.” (Matthäus 24:3-8.)<br />
Der Apostel Paulus hat in Bezug auf diese Zeit die folgende Warnung ausgesprochen: „Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln;<br />
und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken.” (2 Timotheus 4:3,4.)<br />
Paulus sagte auch: „Und er, der Herr, gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein,.... um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi.<br />
So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen... .<br />
Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.” (Epheser 4:11-14.)<br />
Brüder und Schwestern, der genaue Zeitpunkt des Zweiten Kommens ist niemandem außer dem Vater bekannt (siehe Matthäus 24:36). Es gibt allerdings Zeichen dafür, dass die Prophezeiungen aus den heiligen Schriften in Bezug auf diesen turbulenten Tag im Begriff sind, sich zu erfüllen. Jesus sagte mehrmals zur Warnung, vor seinem Zweiten Kommen würden „viele falsche Propheten ... auftreten und ... viele irreführen” (Matthäus 24:11). Als Apostel des Herrn Jesus Christus sind wir verpflichtet, Wächter auf dem Turm zu sein und die Mitglieder zu warnen, damit sie sich vor den falschen Propheten und den falschen Lehrern, die auf der Lauer liegen, uni den Glauben und das Zeugnis zu zerstören, hüten. Wir warnen Sie heute: es treten falsche Propheten und falsche Lehrer auf, und wenn wir nicht Acht geben, werden sogar treue Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten lüge ihnen zum Opfer fallen.<br />
Präsident Joseph F. Smith hat den folgenden weisen und deutlichen Rat ausgesprochen, der auch für uns heute gültig ist:<br />
„Wir können nur das als maßgeblich ansehen, was direkt auf dem offiziellen Weg, über die etablierten Organisationen des Priestertums zu uns gelangt, denn das ist der Weg, den Gott dafür benutzt, der Welt seinen Sinn und Willen kund zu tun.... In dem Augenblick, wo jemand sich einer anderen Quelle zuwendet, öffnet er sich dem verführerischen Einfluss des Satans und setzt sich der Gefahr aus, ein Diener des Teufels zu werden. Er verliert die wahre Ordnung, wodurch man die Segnungen des Priestertums erhält, aus den Augen, er entfernt sich aus dem Bereich des Gottesreichs und begibt sich auf gefährlichen Boden. Immer wenn man jemanden sieht, der behauptet, er habe vom Herrn direkte Offenbarung für die Kirche erhalten, und zwar unabhängig von der Ordnung und dein Weg des Priestertums, kann man ihn als Betrüger betrachten.” (Gospel Doctrine, 5tlh ed. [1939]. 41–42)<br />
Wenn wir an falsche Propheten und falsche Lehrer denken, fallen uns meist diejenigen ein, die eine offensichtlich falsche Lehre vertreten oder vorgeben, sie hätten die Vollmacht, das wahre Evangelium Christi entsprechend ihrer Auslegung zu lehren. Wir nehmen häufig an, solche Menschen ständen mit kleinen, radikalen Gruppen am Rand der Gesellschaft in Verbindung. Aber ich wiederhole: es gibt falsche Propheten und falsche Lehrer, die Mitglieder der Kirche sind oder dies zumindest behaupten. Es gibt Menschen, die -- ohne jede Vollmacht -- behaupten, die Kirche stände hinter ihren Produkten und Praktiken. Hüten Sie ;ich vor solchen Menschen.<br />
Gestern haben die Mitglieder der Kirche die Erste Präsidentschaft und die Mitglieder des Kollegiums der Zwölf als „Propheten, Seher und Offenbarer” bestätigt, wobei der Präsident der Kirche als „der Prophet” bestätigt wurde. Er -- und nur er -- har die Fülle aller Schlüssel des Gottesreichs auf der Erde inne. Wie dankbar wir alle doch sind, dass wir Präsident Gordon B. Hinckley kennen und ihn bestätigen können.<br />
Deutlich und eindrucksvoll lehrt Präsident Hinckley den ewigen Erlösungsplan; er prangert die Sünde an und ruft die Menschen zur Umkehr auf und dazu, Christus und sein Evangelium anzunehmen. Die Lehren der Errettung sind nicht unklar oder ungewiss, sondern sie entsprechen den offenbarten Wahrheiten aus alter und neuer Zeit.<br />
Präsident Spencer W. Kimball hat uns an folgendes erinnert: „Die Propheten wenden sich ständig laut gegen das, was vor dem Herrn unerträglich ist, gegen die Verschmutzung von Geist und Körper und unserer Umwelt, gegen vulgäre Sprache, Stehlen, Lügen, Stolz und Gotteslästerung, gegen Unzucht, Ehebruch, Homosexualität und jeglichen anderen Missbrauch der heiligen Fortpflanzungskraft, gegen Mord und alles, was ihm gleich ist, gegen alle Arten von Unheiligkeit.” Weiter hat er gesagt: „Dass so etwas in gewissem Maß auch bei den Heiligen zu finden ist, ist kaum zu glauben....  Leider stellen wir fest, dass jemand, der den Weg kennt, ihn nicht unbedingt auch geht.” (Ensign, Juni 1976, 4, 6.)<br />
Hüten wir uns also vor falschen Propheten und falschen Lehrern, Männern und Frauen, die selbsternannte Verkündiger der Lehren der Kirche sind -- darauf aus, ihr falsches Evangelium zu verbreiten und Anhänger zu finden, indem sie Symposien veranstalten und Bücher und Zeitschriften unterstützen, deren Inhalt grundlegende Lehren der Kirche in Frage stellt. Hüten Sie sich vor Menschen, die Dinge reden und veröffentlichen, die dem, was die wahren Propheten Gottes sagen, widersprechen und die aktiv versuchen, andere für sich zu gewinnen, ohne Rücksicht auf das ewige Wohlergehen derer zu nehmen, die sie auf diese Weise verführen. Wie Nehor und Korihor im Buch Mormon stützen sie sich auf schlaue Argumente, um andere zu täuschen und sie von ihren Ansichten zu überzeugen. Sie stellen sich selbst der Welt als Licht hin, um von der Welt Gewinn und Lob zu ernten; aber sie trachten nicht nach dem Wohlergehen Zions <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/26/29#29" target="_blank"> (siehe 2 Nephi 26:29.)</a><br />
Vor solchen Menschen hat Präsident Joseph F. Smith gewarnt, als er von den „Stolzen und Eingebildeten” sprach, die im Schein ihrer Selbstherrlichkeit lesen, die die Regeln auslegen, wie es ihnen gefällt, die sich selbst zum Gesetz werden und sich damit zum alleinigen Richter über ihr Handeln aufschwingen" (Gospel Doctrine, 381).<br />
Ich möchte Ihnen ein paar Beispiele für die falschen Lehren derer nennen, die „im Schein ihrer Selbstherrlichkeit lesen”, „die immer lernen”, aber „doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen können” (2 Timotheus 3:7).<br />
Falsche Propheten und falsche Lehrer sind diejenigen, die verkündigen, der Prophet Joseph Smith sei ein doppelzüngiger Betrüger gewesen. Sie stellen die erste Vision als authentisches Erlebnis in Frage. Sie verkündigen, das Buch Mormon und andere kanonische Werke seien keine heiligen Schriften aus alter Zeit. Sie versuchen auch, das Wesen der Gottheit neu zu definieren, und sie leugnen, dass Gott seinen ordinierten und bestätigten Propheten Offenbarungen gegeben hat und ihnen weiterhin Offenbarungen gibt.<br />
Falsche Propheten und falsche Lehrer sind diejenigen, die auf arrogante Art und Weise versuchen, die heiligen Schriften neu auszulegen, um zu demonstrieren, dass diese heiligen Texte nicht als Gottes Wort an seine Kinder zu verstehen seien, sondern bloß als Äußerungen urinspirierter Menschen, die durch ihre Vorurteile und ihre kulturelle Prägung eingeschränkt waren. Sie argumentieren deshalb, die heiligen Schriften bedürften einer neuen Auslegung und sie allein seien dafür qualifiziert, diese Auslegung vorzunehmen.<br />
Am Verdammenswertesten ist es vielleicht, dass sie die Auferstehung und das Sühnopfer Christi leugnen und behaupten, kein Gott könne uns erretten. Sie akzeptieren nicht, dass wir einen Erretter brauchen. Kurzum, diese Lästerer versuchen, die Lehren der Kirche neu auszulegen, so dass sie ihren Vorstellungen entsprechen, und leugnen dabei Christus und sein Messiassein.<br />
Falsche Propheten und falsche Lehrer sind diejenigen, die versuchen, die von Gott gegebenen und auf den heiligen Schriften beruhenden Lehren zu ändern, die die HeiIigkeit der Ehe, die göttliche Natur der Familie und die wesentliche Lehre von der sittlichen Reinheit schützen. Sie befürworten eine neue Definition von Sittlichkeit, um Unzucht, Ehebruch und homosexuelle Beziehungen zu rechtfertigen. Manche treten offen für die Legalisierung sogenannter „gleichgeschlechtlicher Ehen” ein. Um ihre Ablehnung der unwandelbaren Gesetze Gottes, die die Familie schützen, zu rechtfertigen, greifen diese falschen Propheten und falschen Lehrer sogar die inspirierte Proklamation zur Familie an, die die Erste Präsidentschaft und die Zwölf Apostel 1995 an die Welt gerichtet haben.<br />
Ungeachtet dessen, welche speziellen falschen Lehren sie verbreiten, die falschen Propheten und falschen Lehrer sind ein unvermeidbarer Teil der Letzten Tage. „Es erheben sich immer falsche Propheten, die den wahren Propheten entgegenarbeiten”, so der Prophet Joseph Smith (Lehren des Propheten Joseph Smith, 371).<br />
Es gibt aber in der Kirche des Herrn keine „loyale Opposition”. Man ist entweder für das Reich Gottes und verteidigt die Propheten und Apostel Gottes, oder man ist dagegen. Und wie Lehi es in alter Zeit zu seinen Söhnen sagte, hat sein Rat auch für uns heute Gültigkeit:<br />
„Und wenn die Zeit erfüllt ist, kommt der Messias, um die Menschenkinder vom Fall zu erlösen. Und weil sie vom Fall erlöst sind, so sind sie für immer frei geworden, denn sie können Gut von Böse unterscheiden; sie bestimmen ihr Handeln selbst, und es wird nicht über sie bestimmt -- außer durch die Strafe des Gesetzes am großen und letzten Tag, gemäß dem Gebot, das Gott gegeben hat.<br />
Darum sind die Menschen gemäß dem Fleische frei; und ihnen ist alles gegeben, was für den Menschen ratsam ist. Und es ist ihnen gewährt, sich durch den großen Vermittler aller Menschen Freiheit und ewiges Leben zu wählen -- oder aber Gefangenschaft und Tod gemäß der Gefangenschaft und Macht des Teufels; denn er trachtet danach, dass alle Menschen so elend seien wie er selbst.<br />
Und nun, meine Söhne, möchte ich, dass ihr zu dem hohen Mittler aufblickt und auf seine großen Gebote hört und dass ihr seinen Worten treu seid und das ewige Leben wählt gemäß dem Willen seines Heiligen Geistes." <a href="http://scriptures.lds.org/de/2_ne/2/26-28#26" target="_blank"> (2. Nephi 2:26-28.) </a><br />
Brüder und Schwestern, widmen wir uns doch voll Eifer einer guten Sache. Lieben wir den Vater und seinen Sohn Jesus Christus. Unterstützen wir die Offenbarungen des wiederherstellten Evangeliums und leben wir danach. Lieben wir unsere Mitmenschen und erfüllen wir unser Herz und unsere Seele mit dem Licht des Evangeliums Jesu Christi. Dann singen wir mit Jesaja:<br />
„Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. Er ist für mich zum Retter geworden. Ich werde Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.” (Jesaja 12:2,3.)<br />
Und den inspirierten Worten des Paulus an die Galater entnehmen wir folgendes: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.... Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.” (Galater 5:22,23,25.)<br />
Als Mitglieder der Kirche müssen wir alle beispielhaft vorleben, was es heißt, ein gläubiger Heiliger der Letzten Tage zu sein, der nach seinem Glauben lebt. Unser Beispiel hat große Wirkung auf andere; es lässt ihnen das wiederhergestellte Evangelium relevanter, sinnvoller, überzeugender und wünschenswerter erscheinen. Strahlen wir doch alle die Freude und Zuversicht, die Liebe und Wärme aus, die wir als Teil der wahren Kirche Christi erfahren. Unser Jüngersein ist nicht etwas, das man mit langem Gesicht und schweren Herzens ertragen muss. Wir dürfen auch nicht eifersüchtig daran festhalten, ohne anderen etwas abzugeben. In dem Maß, wie wir die Liebe des Vaters und des Sohns zu uns verstehen, schwingt unser Geist sich auf und kommen wir nach Zion und singen die Lieder immerwährender Freude <a href="http://scriptures.lds.org/de/dc/45/71#71" target="_blank"> (siehe LuB 45:71). </a><br />
Gehen wir doch in Freundschaft und Liebe auf unsere Nachbarn zu, auch auf diejenigen, die einem anderen Glauben angehören, und helfen wir mit, in unserer Nachbarschaft eine bessere Beziehung der Familien untereinander und größere Harmonie aufzubauen. Vergessen wir nicht: allzu häufig hält unser Verhalten die Menschen mehr von der Kirche ab als die Lehre. Lieben wir alle Menschen, alle Kinder und helfen wir ihnen, zu verstehen, und vermitteln wir ihnen, dass wir sie akzeptieren und dankbar für sie sind.<br />
Denken wir daran, dass es unsere Pflicht ist, den wiederhergestellten Wahrheiten des Evangeliums Jesu Christi treu zu sein. Wir brauchen Glauben, wirklichen Glauben, völligen, vorbehaltlosen Glauben, um den Rat des Propheten anzunehmen und uns zu bemühen, danach zu leben. Luzifer, der Widersacher der Wahrheit, will nicht, dass wir solchen Glauben haben oder bekunden. Er tritt für den Ungehorsam ein und pflanzt den Ahnungslosen den Trotz ins Herz. Wenn es ihm gelingt, wenden sie sich vom Licht ab und der Finsternis der Welt zu. Unsere Sicherheit, unser Friede beruhen darauf, das wir uns, so gut wir können, anstrengen, so zu leben, wie der Vater und der Sohn es von uns erwarten, dass wir vor falschen Propheten und falschen Lehrern fliehen und uns eifrig einer guten Sache widmen.<br />
Ich weiß, dass Gott lebt. Jesus ist der Messias. Das wiederhergestellte Evangelium ist wahr, und es ist große Freude darin zu finden, wenn man in diesem wahren und heiligen Werk eifrig tätig ist. Das bezeuge ich im Namen Jesu Christi, amen.]]></description>
 <category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<comments>http://mormonen.viennablog.at/2008/02/16/hueten-wir-uns-vor-falschen-propheten-unf-falschen-lehrern#Comments</comments>
 <pubDate>Sat, 16 Feb 2008 01:42:59 +0100</pubDate>
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